» • * innigen geistigen Regsamkeit, in seiner Kraft; und wie sprach er? Das Erste, das Vornehmste, das ihn bewegte, das war die Loge; er freute sich, daß eine neue frische kräftige Thät ­ igkeit im Winter sich entfalten würde, daß wir wieder an die Arbeit gehen und die Aufgaben erfüllen, die wir uns gestellt haben. Und der Aufgaben waren viele! wie freute er sich, daß nunmehr eine der Aufgaben der Vollendung naht, daß das Siechenhaus jetzt endlich gegründet ist, daß es er ­ öffnet werden sollte, und wie freute er sich, an dieser Eröff ­ nung theil zu nehmen! Und das Andere, was ihn beseelte, das deutsche Kinderheim in Diez, wie war er glücklich, daß er mir das Bild zeigen konnte, das Haus, das gebaut wird, das nun auch gesichert sein soll, und wie freute er sich, daß er die Brüder und alle Menschenfreunde einladen würde, sich , • reich und kräftig zu betheiligen, dieses Werk unter Dach zu bringen. So sprach er vom Großen wie vom Kleinen, ganz Herz, ganz Seele, wie wir ihn kennen, übersprudelnd, hin ­ reißend. Und ich ging von ihm, und drückte ihm die Hand, * ’ und wir riefen uns zu: Auf Wiedersehen! Ich sollte ihn nicht mehr wiedersehen! Und doch sehe ich Dich, theurer Freund! Ich verspüre den Hauch Deiner Seele! Brüder! Freunde! Erhebet Euch! Empfindet, daß sein Geist unter uns weilt! Aus seinem Grabe sprießet die Blume der Liebe, sie überwindet den Schmerz, sie welket und schwindet nicht. Lasset ihn uns zum Segen werden! Brüder! Schließt Euch an einander! Gelobt Euch in Eurem Herzen, seinen Ge ­ danken nachzugehen, seine Werke auszubauen, starke Männer, treue Juden zu werden, zu bleiben! „Er weilet im himmlischen Zelt, er wohnet auf heil ­ igen Höhen, sein Wandel war rein, sein Wirken gerecht, ► ♦ sein Wort wahrhaftig!" (Harmoniumspiel.)