359 Nettelbeck. Von dort eilte Gneisenau den Fran ­ zosen im Fluge nach, allein da war an kein Halten mehr zu denken, sie liefen bis hinter Paris, und wir zogen zum zweitenmale als Sieger ein. Wilhelm. Das ist herrlich, das ist herrlich. Nettelb eck. In 14 Tagen war der Krieg ange ­ fangen und beendet, kaum war dir Nachricht von dem Ausbruch der Feindseligkeiten an das östliche Ende der Monarchie angekommen, als man an den westlichen Gren ­ zen schon die Vernichtung des Feindes feierte. Ferdinand. Das ist schnell gegangen. Nettelbeck. Ja wohl, ihr seht daraus, wie noth ­ wendig es ist, wenn alle waffenfähige Männer gut aus- exercirt sind, sie können dann schnell zu den Waffen greifen, den Feind schlagen, und das Land empfindet dann wenig von den Leiden des Krieges. Die Franzosen mußten zur Strafe ihrer Treulosigkeit große Summen Geldes bezahlen, und zu dem, was man ihnen schon im vorigen Jahre abgenommen hatte, auch manches herausgeben. So hat Deutschland alles wieder erhalten, was es seit 30 Jahren verloren hatte, und noch die Festungen Landau und Saarlouis obendrein. Unser König hat von dem französischen Gelde die Festungen Coblenz und Cöln am Rheine, und Minden an der Weser bauen lassen, so daß wir von jener Seite nichts mehr zu fürchten haben. Allein um den Frieden zu erhalten, müssen wir stets den Nachbaren, die etwas Böses gegen uns im Schilde führen, zeigen, daß wir noch dieselben Preußen sind, die ihren König, ihr Vaterland und die Ehre höher achten, als ihr Leben. Wir können dies am besten, wenn wir