351 aber mit all dem Anordnen so viel zu thun, daß er selbst sehr wenig exerziren konnte. Doch hoben seine Patrouillen manchen Franzosen auf, und verjagten auch im Rücken der Franzosen manchen schwach bedeckten Transport. Die Wagen mußten oft stehen gelassen werden, aber die Pferde wurden aufgefangen. Da er nun seine Compagnie voll ­ zählig und mit Z selbstgemachten Ofsicieren besetzt hatte, benutzte er diese Beute Pferde, wozu er noch einige von seinen eignen dazu gab, um auch eine Esquadron Cavalle- rie zu errichten. Wilhelm. Davon konnte er ja auch nichts ver ­ stehen. Heinrich. Freilich wohl, allein, ein ehemaliger Preußischer Cavallerieofficier suchte damals eine Anstellung, diesem übergab Ferdinand seine Eskadron, und ernannte dafür auch noch 2 Ofsiciere. Geld gab er selbst zu dem nothdürstigsten Zaumzeug. Sattel schenkten die braven Schlesier der Umgegend, wenn sie auch nicht sehr paßten; doch wenn mein Bruder einen tüchtigen Kerl mit einer Lanze darauf setzte, so konnte er von weitem immer für einen Kosacken gehalten werden. Wilhelm. Hatte denn die Compagnie Waffen genug? Heinrich. Eigentlich wohl nicht. Den im schlesi ­ schen Gebirge aufgefangenen Franzosen waren zwar manche abgenommen worden, diese mit den früher erhaltenen und selbst angekauften machten etwa 180 Feuergewehre aus. Allein sie waren von verschiedenem Kaliber. Carl. Was ist das? Heinrich. Eins schoß eine große, das andre eine kleine Kugel, und der Ueberrest mußte gar mit Piken be ­ waffnet werden.