307 als sie in dieser Jahrszeit bei uns zu sein pflegt: und alles Dies begünstigte ein Unternehmen, an welches, wie gewagt es auch scheinen mochte, sich dennoch große Hoff ­ nungen knüpften. Es galt einen Ausfall, der uns die Wolfsschanze zurückgeben sollte. Das Grenadier-Bataillon v. Waldenfels, welches sie sich hatte müssen nehmen lassen, wollte sie auch wieder gewinnen; und der über Alles brave Befehlshaber desselben, zu diesem nächtlichen Sturme vom Commandanten ausersehen, setzte sich mit hohem Enthu ­ siasmus an die Spitze seiner Leute. Ihm von ferne nachzueifern, konnt ich wohl nicht weniger thun, als, nach gewohnter Weise, dem Bataillon mit ein paar Wagen zu folgen und mir die Sorge für die zu erwartenden zahl ­ reichen Verwundeten angelegen sein zu lassen. Carol. Merkte denn der Feind nichts davon? Nettelbeck. In tiefster Stille zogen wir aus, und, uns dem feindlichen Posten nähernd, hatten wir das Glück, fast den Graben desselben unbemerkt zu erreichen. Jetzt aber ward plötzlich Lärm; das Feuern begann von beiden Seiten; überall kam es zum Handgemenge, und überall floß Blut. Unsre Leute stürmten wie begeistert; ihnen voran flog ihr edler Führer und war im raschen Anlauf der Erste auf der Höhe der feindlichen Brustwehr. Indem er sich umkehrt, indem er seine Grenadiere aufmuntert, ihm zu folgen, trifft ihn eine Flintenkugel in die Schulter, die ihn entseelt zu Boden streckt. Allein des Führers Fall, anstatt die Seinen zu entmuthigen, steigert ihre Tapferkeit zur Erbitterung; sie dringen unwiderstehlich nach, und die Schanze ist erobert. Ein Obrist, mehrere andre Offiziere und zwischen 2 und 300 Franzosen werden zu Gefangenen gemacht.