303 Geschütz hatte gestört werden müssen, was indeß auch 8 unsrer Mitbürger, die sich zuversichtlich hervorgewagt hatten, das Leben kostete. Mich selbst erwartete daheim ein unlieblicher.Anblick. Eine Bombe war in der Nahe j meines Hauses niedergefahren, und beim Zerspringen der ­ selben nicht nur meine Hausthüre in Trümmer gegangen, sondern auch dicht dahinter, auf der Flur, eine Bauersfrau getödtet worden. Charlot. Die arme Frau! Julius. Im eignen Hause! Fritz. Das ist doch schrecklich, eine Belagerung, da muß man sich ruhig todtschießen lassen, ohne sich wehren, und darauf losgehen zu können. Wilhelm. Da haben es die Frauen und Kinder so schlimm, wie die Soldaten. Nettelb eck. Jawohl, Kinder, das Elend einer Belagerung ist unbeschreiblich. Außer der beständigen To ­ desgefahr, die Besorgniß vor Hunger zu sterben, zum Krüppel zu werden, oder durch die Verwüstungen, die eine einzige Bombe anrichtet, lebendig im eigenen Hause begraben zu werden. Daß man dabei zugleich sein ganzes Vermögen verlieren kann, tragt nicht wenig dazu bei, das Schreckliche einer Belagerung zu vermehren. Darum dankt Gott, Kinder, für den Frieden, den uns unser guter König im letzten Kriege so kräftig erkämpft hat. Nun haben wir sobald ein solches Elend nicht zu befürchten. Sollte es aber einst wieder Gottes Wille sein, dann nur keine Gefahr gescheut! muthig darauf los, damit der Feind bald wieder um Frieden bitten muß.