280 Allein jetzt stand die Vorstadt in naher und drin ­ gender Gefahr, überwältigt und bann der Festung sehr nachtheilig zu werden, sie ward daher niedergebrannt. Carl. Von dem Feinde? Nettelbeck. Nein, wir zündeten sie selbst an. Fritz. Aber wie ist es möglich, daß man sein Eigenthum zerstören kann? Nettelb eck. Um das Ganze zu retten, muß man oft einen Theil aufgeben; wir wollten die ganze Stadt erhalten, darum mußte die Vorstadt aufgeopfert werden. Noch hatte die eigentliche Belagerung kaum ihren Ansang genommen, d. h. es waren noch keine Laufgräben eröffnet, keine Batterien angelegt und die Stadt noch kaum beschossen: und dennoch hatten wir bereits durch Saumseligkeit und Unverstand von unsern Vortheilen so viel eingebüßt, als nur nach einem langen und hartnäcki ­ gen Angriff und einer eben solchen Gegenwehr zu ent ­ schuldigen gewesen wäre. Darum wandte man von jetzt an nicht nur eine stets größere Sorgfalt auf die Befestigung der Maikuhle, deren zuvor noch immer mit einiger Schonung behandelten Bäume jetzt zum Theil niedergehauen wurden, sondern richtete auch eine ganze besondere Aufmerksamkeit auf den östlich gelegenen Wolfsberg, der dem Andringen des Feindes längs dem Strande einen Damm entgegenstellt. Diese wichtige Anhöhe wurde nach und nach in ein ge ­ schlossenes Werk von ausnehmender Stärke verwandelt und darum auch für die Folge der Belagerung überaus wichtig. Ferdinand. Suchte der Feind nicht die Verbin ­ dung mit der Sec zu hemmen?