279 aufgeregt, und merkten nur an, daß heute so wenig als gestern, um die Zeit, da das Feuer aufgegangen, irgend ein feindliches Geschoß in Thätigkeit gewesen sei. Wilhelm. Was that denn der Feind vor der Stadt? Nette!deck. Bis zum 19. März beschäftigten sich die Belagerer vornehmlich mit Einrichtung ihrer Lager, mit Festsetzung in der Altstadt und mit Schlagung einer Verbindungsbrücke über die Persante, und je mehr sich Truppen hieherwarts bewegten, um so weniger war es zu bezweifeln, daß ihre Absichten auf Gewinnung der Schanze auf dem Kauzenberge gerichtet seien. Am frühen Morgen jenes Tages hatte der gedrohete Angriff wirklich statt. Es gab das erste anhaltende Feuer aus grobem Geschütz und kleinem Gewehr in dieser Belagerung. An ­ fall und Vertheidigung waren in gleichem Maße heftig: aber nur zu, bald mußte die Besatzung der Uebermacht weichen. Rasch und besonnen benutzte der Feind auf der Stelle seine erlangten Vortheile. Rechtshin griff er zu ­ gleich unsre Schanze auf dem Strickerberge mit solchem Nachdruck an, daß das Feuer aller unsrer Batterien, wie heftig es auch unterhalten wurde, dagegen kaum ausreichte. Abends gegen 6 Uhr mußten die Grenadiere, welche bis dahin die Schanze mit Entschlossenheit vertheidigt hatten, sich durch eine Abtheilung Freiwilliger des Schill'schen Corps ablösen lassen, und diesen glückte es, sich darin noch 48 Stunden zu behaupten, — ja noch gleich in der nächsten Nacht eine neue Schanze auszuwerfen, wodurch der Damm noch besser bestrichen und die Feinde an der Annäherung verhindert wurden.