234 ich Nachmittags mit meinem Schiffsvolk vor ihm erscheinen solle, um in Gegenwart eines Notarius über den wahren Verlauf der Sache eidlich vernommen zu werden. Sodann sollte ich ruhig abreisen, indem der Prozeß seinen Gang gehen würde. Als wir zum Tajo heraus gekommen waren, machten wir die unangenehme Entdeckung, daß unser Schiff viel Wasser einließ. Anfangs meinten wir, daß, da wir mit demselben so lange leer gelegen und hohen Bord gehabt, die Fugen mancher Planken durch die Sonnenhitze von einander getrocknet sein möchten, und daß diese Näthe unter Wasser bald wieder zuquellen würden. Allein der Leck nahm so überhand, daß wir das Schiff bald mit beiden Pumpen kaum über Wasser halten konnten. Zudem stand der Wind vom Lande, und es war also unmöglich, wieder in den Hafen zurückzusteuern. In dieser Noth lag uns alles daran, den schadhaften Fleck aufzufinden, um demselben, wo möglich, beizukommen und ihn zu stopfen. Man weiß, wie klar und durchsichtig die Gewässer des atlantischen Oceans in dieser Gegend find, und daß man darum ziemlich deutlich auch in eine größere Tiefe sehen kann. Wir hielten also fleißige Nach- suchung, ob wir nicht außerhalb Bords, unter Wasser, etwas zu erkennen vermöchten, und da fand ich denn endlich, daß an der Seite, und ungefähr 4 bis 5 Fuß tief unter der Oberfläche, die Späne von der äußeren Haut abstanden. — Also wohl unstreitig ein trauriges Andenken an unser Zusammenstoßen mit jenem portugiesi ­ schen Schiffe, und die Ursache unsers immer bedenklicher werdenden Lecks.