228 \ Fritz. Wenn cs aber Andre schon verlassen hatten, weil sie dies Schiff nicht mehr regieren konnten, wie war es denn jetzt möglich? Nettelbeck. Hört nur, wie wir es machten: Wir nahmen in unserm Boote ein Lau mit, und befestigten es am Vordertheil jenes Schiffs, hingen das andre Ende des Schlepptaues in unser Hintertheil, und richteten nunmehr mit unsrer neuen Last den Kurs auf Norwegen zu. Freilich hatten wir, da der Wind von hinten kräftig in unsre Segel blies, uns Rechnung gemacht^ den Weg dahin rasch zurückzulegen: allein unsre nachge ­ schleppte Prise ging so tief und drückte so schwer, daß wir binnen einer Stunde kaum eine Viertelmeile fort ­ rückten. Ueberdem war auf den Bestand von Wind und Wetter keinen Augenblick zu rechnen; und so schien es am gerathensten, ein Unternehmen lieber freiwillig aufzu ­ geben, welches, selbst im glücklichsten Falle, eine unange ­ messene Zeitversäumniß erforderte, leicht aber auch mich gegen meinen Rheder und Befrachter einer schweren Verantwortlichkeit bloß stellen konnte. Dies geschah; wir ließen das Wrack treiben, ohne daß uns möglich gewesen wäre, weitere Kundschaft von seinen nähern Umständen einzuziehen. Heinrich. Was ist aus dem Schiff geworden? Nettelb eck. Auf jeden Fall ist es bald darauf gesunken, denn es war schon viel Wasser eingedrungen. Carl. Wo war es her? Nettelbeck. Wir durften uns bei Befestigung des Schlepptaues nicht lange, des Sturmes wegen, aushalten, fanden es aber mit Holz beladen, und sahen, daß es ein holländisches Schiff war.