Sechster Abend. Ä)dehrere. Werden wir heute noch etwas von Vater Nettelbecks Leben hören, oder ist's schon zu Ende? Nettelbeck. Nein, Kinder. Kaum fünf oder sechs Wochen hatte ich im väterlichen Hause zu meiner Erholung zugebracht, so trat für Col- bcrg der Zeitpunkt jener zweiten denkwürdigen Belagerung ein; und da die Russen diesmal beides, zu Wasser und Lande, operirten, so war auch der Hafen gesperrt, und ich saß also wieder fest. Indeß that ich meinen Dienst, wie ich wußte und konnte, eben so, wie vor zwei Jahren, nur ging es diesmal noch um Vieles wärmer her. Glück ­ licher Weise dauerte unser Nothstand nur etwa drei Wo ­ chen, da denn die Festung durch den braven General Werner, wie durch ein Wunder, entsetzt wurde. Wahrend dieser Zeit des siebenjährigen Krieges blieb den preußischen Schissen und Seeleuten, um ihrem Erwerb nachzugehen, kaum etwas Anderes übrig, als unter der neutralen danziger Flagge zu fahren. In solcher Weise ging ich im Oktober von Danzig nach Königsberg, und von Königsberg mit einem Schiff in See, das nach Am ­ sterdam bestimmt war. Ich hatte mich als Steuermann verdungen. Es war im November 1769, und so fehlte