15 Jn Frebershausen. S/ f Is wir endlich von Altenlotheim aufbrachen, ^ war es drückend heiß geworden. Langsam, zögernd, fast unwillig schnallen die Jungen auf. Einer nach dem anderen. Drüben schraubt sich die weiße Landstraße in die Berge. Sie ist völlig verlassen. Und er ­ schlafft Pflanzen, Tiere und Menschen. Unheim ­ lich blau, fahl liegt die Luft; wie wenn man frü ­ her in alten Gartenlauben durch bunte Scheiben sah. Schweigend ziehn wir unsern Weg. Alle fünfhundert Meter rasten wir im Graben. Es war unsere schlimmste Strecke! Bald erreichen wir kühlenden Wald und ge ­ gen 7 Uhr abends Frebershausen. Tief unten im schönen Hessenlande. Wir kehren in der einzigen Wirtschaft des Dorfes ein und lassen uns Wasser und Milch ge ­ ben. Das Gepäck wird in einer Ecke der Stube aufgetürmt; nachlässig hingeworfen, wie wenn müde, staubbedeckte Soldaten im Manöver ihre „Affen" ablegen, liegen abgerissene Rucksäcke, blanke Kochgeschirre, Spaten, Veile und Wander ­ stöcke wirr durcheinander. Es steckt noch Kraft in den müden Gesten meiner wetterbraunen Jun ­ gen! Still sitzen sie dann auf den Holzbänken, die