7 über den Rahlen flstenberg. d I ls der junge Morgen durchs Stallfensterchen lugte, rischelte und raschelte es längst im Stroh: halbaufgerichtete Gestalten, Umhänge und bunte Pferdedecken wirr durcheinander, verschla ­ fene und staubige Gesichter! Mit dem Weiterschlafen war's vorbei. Wir standen schnell auf und wuschen in der nahen Ne ­ ger die Spuren der Nacht uns aus den Augen; zag' und zimperlich die einen, derb und patschig die andern. Gleißende Sonne lag über dem Lande, als wir von Brunscappel aufbrachen; mehlweiß war die Landstraße. In Siedlinghausen kauften wir Fleisch ein; ein paar Zungen gingen mit, die übrigen trieben Dorfstudien. Als wir zurückkamen, war ein gro ­ ßes Gelächter: alle umstanden den kleinen David, der an seinem Anzuge wischte. Die Jungen hat ­ ten sich, müde von dem Morgenmarsche, auf eine niedrige Bruchsteinmauer gesetzt, und David ahnungslos unter eine Pumpe landwirtschaft ­ lichen Inhaltes. Da kam ohn' viel Besinnen der lange Joachim und setzte den Schwengel in Be ­ wegung. — Zur Sühne mußte er einige Pfunde Fleisch mehr tragen. —