41 Folgen für den Ort, welchem es ertheilt worden. Das ein ­ zige, was dadurch in der Regel in den seitherigen Verhält ­ nissen geändert wurde, war, daß das Dorf Befestigungen und ein besonderes Gericht erhielt, also der Gewalt des Landgerichts entzogen wurde. Indeß scheint Hausen durch seine Erhebung zur Stadt noch nicht einmal so viel erlangt, und sein ganzer Erwerb sich auf nicht viel mehr als den Namen einer Stadt beschränkt zu haben. Wohl wird es schon 1324 »opidum« genannt, dagegen zeigt sich aber weder von städtischen Befestigungen noch von einer städtischen Ma ­ gistratur jemals die geringste Spur, und es wird dadurch nur zu wahrscheinlich, daß jenes Privileg niemals zu einer thatsächlichen Ausführung gekommen ist. Sogar die städti ­ sche Bezeichnung ging bald wieder verloren. Bereits im Jahre 1323 hatte Abt Heinrich von Fulda den Trabodo von Eisenbach auf die Dauer von drei Jahren zum Amtmann zu Hausen bestellt, an dessen Stelle 1328 in gleicher Eigenschaft des Abts Schwager, Hermann Herr von Lisberg, und der Ritter Albert von Romrod traten. Diese Amtsübertragung wurde indeß schon 1329 in eine Pfand ­ schaft verwandelt, indem jene beiden dem Abte 500 Pfund Heller liehen. Später schied jedoch Albert von Romrod aus der Gemeinschaft und Hermann von Lieberg kam dadurch in den alleinigen Besitz, in welchem er sich wenigstens noch 1336 befand. Daß jedoch auch Hermann nicht lange nach ­ her von der Pfandschaft wieder abgelöst wurde, ersieht man daraus, daß schon 1340 Johann Krengel als Amtmann zu Hausen auftritt. Im Jahre 1356 hatte Fulda mancherlei Streitigkeiten mit den Landgrafen von Hessen. Eben hatten sie noch einen friedlichen Tag gehalten, als es Otto, dem kriegerischen Sohne des Landgrafen Heinrich II., einfiel, Hausen plötz ­