2 vom Tage des Beschlusses zur Ausführung scheint es keine Zeit mehr zu solchen Vorarbeiten zu geben, weil der Tag der Vollendung und Eröffnung von Jedermann, namentlich aber von der großen Mehrzahl der Spekulanten mit größter Un- ­ geduld erwartet wird. Gerade diese leßtern sollten jedoch am meisten darauf halten, daß der Techniker hier mit größter Vor - und Umsicht verfahren dürfe; denn obgleich im Allge- ­ meinen wohl Niemand gern Rippenstöße empfängt, Hals- und Beinbrüche erleidet, oder sich lebendig braten läßt, so sind es doch hauptsächlich die Geldinteressen, die am meisten darunter leiden, wenn sich eine Bahn nicht das höchste Ver- ­ trauen der Sicherheit, nicht den Ruf der Bequemlichkeit, Schnelligkeit und Wohlfeilheit zu erwerben vermag, oder zerbrechliche Güter nicht unzerbrochen transportiren kann, wie man z. B. nach eigner Erfahrung , auf der sonst so guten und so ausgezeichnet administrirten Taunusbahn nicht immer eine Schachtel voll Trauben von Mainz gesund nach Frankfurt bringt. Wenn man daher lediglich auch nur das Pekuniäre ins Auge fassen wollte*) so giebt dieses allein schon Aufforderung genug, sich um jede Verbesserung ernstlich zu bemühen und selbst die angeführten Hauptursachen — daß vorher kein Geld, — nachher keine Zeit vorhanden — dürften nicht *) Es kommt jedoch auch noch Anderes in Betracht Der Reisende fährt zwar schon aus den jetzigen Eisenbahnen sicherer und behaglicher als mit gewöhnlichem Fuhrwerk, aber es wird ihm diese Wahrheit doch dann erst recht einleuchten und seinen Genuß um vieles erhöhen, wenn einmal, was auch geschehn kann und wird, die heftigen Erschütterungen beseitigt sind. Ja im Falle des Krieges würden verwundete und erkrankte Krieger eine solche Eisenbahn preisen und segnen, welche allein im Stande ist, sie in sanfter Fahrt ohne heftige Erschütterungen und Stöße dem Gedränge des Kriegsschauplatzes zu entrücken und entfernten Heilanstalten zuzuführen.