16 1846 Zurückfahren auf demselben Wege, woher es gekommen ist, ohne vor ­ gängige Aenderung des Radbeschlags zu gestatten. Uebrigens darf das P ersonen-Fuhrwerk während des Fahrens nicht zu dem Zwecke angehalten werden, um die Beobachtung der be ­ fragten Borschriften zu untersuchen. * Verordg. v. 8. April 1846 (Regbl. S. 111), betr. den Thier- parten bei Arolsen: vgl. Verordg. v. 12. März 1829, Jagdpolizeiges. v. / 29. April 1854 §. 54, Strfgsb. §. 242, 303. §. 4. Zur Erzielung des sonst erforderlichen Schutzes der Anlage gelten folgende Bestimmungen: a. Wer durch die Umzäumung kriecht, oder durch dieselbe in den Thier ­ garten dringt, wird mit zehn Silbergroschen bestraft; b. Wer den Zaun übersteigt, erlegt eine Strafe von zwanzig Silber ­ groschen, welche verdoppelt wird, wenn der Frevel zur Nachtzeit geschehen; c. Wer ein Thor oder eine Thür unbefugt öffnet und offen stehen läßt, verfällt in eine Strafe von zehn Thalern und in eine dergleichen von zwanzig Thalern, wenn der Exceß zur Nachtzeit verübt worden; 6. Wer Erlaubniß erhalten hat, angewiesenes Holz oder Streuwerk ans dem Thiergarten zu trausportiren oder Hude- und sonstige Berechtigungen und Verrichtungen innerhalb desselben auszuüben, ist bei fünf Thalern Strafe verbunden, die zu solchem Behufe geöffneten Eingänge sofort nach dem Gebrauche wieder zu verschließen; e. Wer in den ad d. bemerkten Fällen die innerhalb des Thiergartens befindlichen planirten Wege durch Zerfahren, Querüberfahren oder auf sonstige Weise beschädigt; desgleichen, wer dabei die Thore oder Thorstünder verletzt, zahlt, wenn solches unabsichtlich geschehen, zwanzig Silbergroschen; sonst aber einen Thaler und zehn Sgr. Strafe, und hat außerdem in dem einen, wie in dem andern Falle den angerichteten Schaden auf eigene Kosten alsbald wieder herzustellen resp. herzustellen zu lassen; f. Für allen durch zahmes Vieh an der Einfriedigung des Thiergartens verursacht werdenden Schaden sind die zur Beaufsichtigung des Viehes verbundenen Personen verantwortlich und haben nicht nur desfalls vollen Schadensersatz zu leisten, sondern verfallen auch je nach dem Grade ihrer Verschuldung in eine Strafe von einem Thaler bis fünf Thaler; Endlich g. soll jeder in dem Thiergarten frei umher laufende Hund nieder ­ geschossen und der Eigenthümer desselben in eine Strafe von einem Thaler genommen werden. Pol.-Verordg. für den Kreis der Eder v. 9. Mai 1848 (Kreisbl. 1856 Nr. 6); vgl. Orts-P.-V. v. 2. November 1859. 1. Den Eigenthümern eines an der Eder belegenen vergrandeten Grund ­ stücks ist, sobald solches zum Zweck der Flußbauteu aus Anordnung der Baubehörde mit Weiden bepflanzt wird, jeder Gebrauch derselben bei Meidung einer Strafe von 1 bis 5 Thlr. und Wiederherstellung des vorigen Zustandes so lange und insoweit untersagt, als dies nach dem Ermessen der Baubehörde zum Zweck der Flußbauten erforderlich ist. 2. Das Behüten dieser mit Weidenpflanzungen versehenen Grundstücke ist untersagt und mit gleicher Strafe bedroht, wie das Hüten an verbotenen Orten überhaupt und namentlich in den Waldgehegen. 3. Der Weidenschnitt in solchen Weidenpflanzungen ist sowohl den Eigen ­ thümern des Grundstücks als jedem Dritten bei 1 bis 5 Thlrn. untersagt.