12 Kleinere Ausflüge. Der schönste Aussichtspunkt in der Nähe, der Stadt ist.die schon vorher erwähnte Kirche Nostra Senora do Monte,,bezw. die in deren Nähe gelegenen Hotels. Dieser 600 m hoch gelegene Platz — in der Stadt kurzweg Monte oder Mount genannt — ist kein eigentlicher selbständiger Berg, sondern nur ein stumpfer Vorsprung einer der vom Gebirge des Innern herunterziehenden Felsrippen und wird gekrönt von einer kleinen an sich schmucklosen, aber auf der ganzen Insel als Wallfahrtsort berühmten Kirche, bei der zahlreiche grosse Feste gefeiert werden, zu denen sich die Einwohnerschaft der Insel einfindet. Die Verbindung von Funchal nach diesem Platz ist neuerdings sehr bequem gemacht durch eine Zahnradbahn, die den Fremden oder die oben zur Som ­ merfrische weilen ­ den Funchalesen in 20 Minuten hinauf ­ befördert und unter ­ wegs höchst reiz ­ volle, malerische Blicke über Stadt, Hafen und Um ­ gebung bis zu dem im Westen hinter dem Pico da Cruz aufragenden gewal ­ tigen Absturz des Cabo Girao gewährt. Das eine der dort oben gelegenen Hotels — Belmonte Drachenbaum. — gehört einem deutschen Kaufmann Funchals; es hat zwar nur wenig Raum, liegt aber inmitten eines sehr schönen, grossen Gartens und hat wohl die schönste Aussicht auf Stadt und Hafen. Nebenbei erfreut es sich des Vorzugs einer guten Küche und ist sowohl der besuchteste Ausfluchtsort für die Fremden, besonders auch für die Passagiere der hier anlaufenden Dampfer, die die kurze Zeit der Kohlenübernahme meistens zweck ­ mässig zu diesem Ausfluge benutzen. Den Weg vom Monte herunter zur Stadt kann man statt mit der Bahn auch auf der gewöhnlichen Strasse im Schlitten machen, der bei dem sehr starken Gefälle der Strasse und dem spiegelblanken Pflaster aus Basaltgeröllen ohne Benutzung eines Zugtieres nur vermöge der Schwerkraft in Bewegung gesetzt wird und mit sausender Geschwindig ­ keit seinen Weg zurücklegt, wenn nicht der hintenaufstehende Führer