198 söhnung zwischen den Herzögen von Barern und Ulrich von Würtemberg; vermittelte die Streitigkeiten des Kurfürsten mit dem jungen Herzog Moriz zu Sachsen, worüber Luther so erfreut war, daß er ihm schrieb: Selig sind die Friedfertigen! und schien nicht abgeneigt zu sein, selbst gegen die Türken zu ziehen, da ihn der Kurfürst vor Andern zum Anführer des Rcichsheeres dazu vorschlug. Allein zu Speyer, wo Rudolph Schenck, Landvoigt an der Werra, im Namen des Landgrafen persönlich mit Ferdinand verhandelte, und mit den an ­ dern Protestanten, zu den Regensburgischen Vergünsti ­ gungen von: vorigen Jahre, noch eine Friedenserstreckung auf fünf Jahre erlangte, ward Joachim von Branden ­ burg zum obersten Feldhauptmann gegen die Türken er ­ wählt, worauf der ganze Feldzug mißlang. Erster Araunschwciger Krieg. — Reichstag zu Spcier. Die Feindschaft zwischen Philipp und dem Herzog Heinrich von Wolfenbüttel war auf's Neue durch mehrere Schmähschriften des Letzteren aufgeregt worden. Zwar hatte der Kaiser Beiden während der Dauer des Reichs ­ tages zu Regensburg Stillschweigen aufgelegt, allein neue Schriften folgten bis 1542 Heinrich, der lüstern nach den Bergwerken der Stadt Goslar war, es unter ­ nahm, die vom Kaiser aufgehobene Acht auszuführen, und selbst Braunschwcig in seinen Gerechtsamen und den