176 nicht zur Weiterverfolgung dieses Gedankens ermutigen. Die ganze Frage der Ausfindigmachung einer wirklich geeigneten Masse war damit wohl auf einem gewissen Totpunkt angelangt, wurde aber durch das Erscheinen der „Polyviol-Plombe" endlich in erfolgver ­ sprechende Bahnen geleitet. „Erst jetzt" sagt Dr. Beyer „scheint sich die Implantationsmasse gefunden zu haben, die uns vielleicht den Erwartungen näher bringt. Seit über einem Jahre haben wir, an ­ schließend an die Versuche von Thiel die von der Firma Braun- Melsungen hergestellten Polyviol-Plomben verwandt." Bei Er ­ wähnung der Synthese des Stoffes betont er besonders, daß „sich die Masse nach den Versuchen von Braun im tierischen Körper in ­ different verhält und den Körper auch bei langjähriger Impla- tations - Zeit nicht schädigt." Auch auf anderen Gebieten habe sich die Plomben - Masse bei einer Beobachtungszeit von über drei Jahren als völlig reaktionslos einheilend erwiesen. Der Autor geht dann auf die Technik, die Anästhesie und die Nach ­ behandlung ein und erinnert, daß die zum kleinsten Teil stürmisch aufgetretenen Erscheinungen immer nur örtlicher Natur waren, nie das Allgemeinbefinden störten, sondern nach 2 bis 3 Tagen rasch und komplikationslos abklangen. „Die Einheilung der Plomben wurde in keiner Weise von den anfänglichen, örtlichen Reaktionen beeinflußt." Wenn von der größeren Zahl ausgeführter Operationen nur 5 Plomben abgestoßen wurden, so führt die Klinik selbst diesen Verlauf auf außerhalb des Materiales und des Verfahrens liegende Ursachen zurück. Im Zusammenhang mit im Anfang erlebten Miß ­ erfolgen, an denen die Schuld eine zu groß gewählte Plombe ge ­ tragen haben soll, wird auch hier die Forderung von Prof. Thiel nochmals mit besonderem Nachdruck unterstrichen ; „Es ist besser, die Plombe etwas kleiner als zu groß zu wählen !" Wenn Dr. Beyer schreibt, daß außer den wenigen, genau bezeichneten sonst keinerlei