171 Über die Verwendung physiologischer Infusionslösungen Watte als Filter in diefen Metallanfatz ift die Ampulle gebrauchsfertig. Es kann auch die Wattevorlage getrennt von der Ampulle Verwendung finden, die dann an den oberen Metallanfatz, der ebenfalls in Form einer Schlaucholive ausgebildet ift, angefchloffen wird. Nach dem Gebrauch wird die Ampulle wieder beiderfeitig mit den gerändelten Schrauben verfchloffen und ift in dem Verfandkarton und der Verfandkifte wieder an die Lieferfirma zurüdczufenden. Der Betrag für die Ampulle und das Packmaterial wird gutgefchrieben, fo daf) der Verbraucher lediglich die Koflen für die Infufionsflüffigkeit und das Porto für die Rückfendung zu tragen hat. Für das Aufhängen der Sterofundin-Ampulle ift weiter eine Halte- vorrichtung ausgebildet worden, in deren zwei Halter, einen oberen grojjen und einen unteren kleinen, die Sterofundin-Ampulle eingefetzt werden kann. Der Halter kann an irgendeinem vorhandenen Haken oder Irrigatorftänder aufgehangen werden oder mit Hilfe der mitgelieferten Klemme an Rohr oder Bettrand befefiigt werden. Ober die Verwendung physiologischer Infusionslösungen. Dr. B. Braun, Melsungen. Der Gebrauch isotonischer und isoionischer Infusionslösungen in Klinik und Praxis setzt sich immer mehr durch und verdrängt die selbst bereitete physiologische Kochsalzlösung. Die Gründe hierzu liegen klar auf der Hand. Jede Infusion einer reinen Kochsalzlösung verändert die lonen- gleichheit des Blutes und der Gewebsflüssigkeit im weiten Maße und bringt somit auch die Zellen und das Gewebe aus ihrem kolloid ­ chemischen Gleichgewicht. Sie ist also ein völlig unphysiologischer Vorgang, überall, wo in der Natur Zellen von einem salzhaltigen Milieu umgeben sind, handelt es sich um Lösungen von Salz ­ mischungen, und wo der Stoffwechsel die Möglichkeit hat, durch seine Produkte das Gleichgewicht zu stören, sieht man, wie der Organismus durch resorbierende und sezernierende Organe dafür Sorge trägt, diese Störungen zu überwinden. Die osmotischen Ver ­ hältnisse an den Grenzflächen aller Zellen gegenüber den Gewebs- säften sind so fein eingestellt und spielen für die Quellung des Ge ­ webes, den Wasserhaushalt, die Resorption, Sekretion und Lymph ­