146 abwich und zwar durdi zu langes Kochen der Löfung und durch das damit verbundene Verdampfen des Löfungswaffers. Damit ergab (ich für diefe Löjung natürlich auch ein anderer osmotifcher Drude, fodaf» von einer blutifotonifchen Löfung nicht mehr die Rede fein konnte. Das Anwendungsgebiet des »Sterofundin« ip ein recht ausgedehntes. Als Infufionsflüffigkeit kommt es überall da zur Verwendung, wo es gilt, nach Parkern Blutverlup die Blutmenge wieder zu ergänzen, z. B. bei akuten Blutungen jeder Art, wie nach Verletzungen, Operationen und in der Geburtshilfe, bei Behandlung des Schocks und anderer akuter Schwächezuflände, zum Austupfen und Spülen von Körperhöhlen und Ge ­ lenken, zum Anfeuchten von Bauchtüchern und Kompreffen u. a. m. Das Sterofundin kann weiterhin verwendet werden zur Selbfiher- pellung von Injektionsflüffigkeiten, z. B. für die Lokalanaephepe. Dabei haben die Injektionslöfungen, die mit Sterofundin hergepellt pnd, den Vorteil, dap pe fofort gebrauchsfähig pnd, alfo nicht mehr gekocht zu werden brauchen, da das Sterofundin abfolut peril infolge (einer felbp- Perilifierenden Eigenfchaften ip. Das AuPöfen einer Novocain-Suprarenin- Tablette in Sterofundin ergibt ohne weiteres, alfo ohne Aufkochen — was bei Sterofundin infolge feines Gehaltes an Ca •'-Jonen unbedingt vermieden werden muf» — eine Perile, perilbleibende, gebrauchsfertige und haltbare Injektionslöfung. Das Sterofundin wird infolge feiner phypologifchen Zufammenfetzung ohne jede Störung fowohl bei intravenöfer als auch bei fubkutaner Injektion ertragen. Für Infupon ip das Steropmdin in Ampullen aus Jenaer Fiolax- Glas zu 500 und 1000 ccm im Handel, während zur Bereitung von Injektionspüjpgkeiten es auch in kleineren Ampullen zu 100 ccm ab ­ gegeben wird.