wird ein dem Nagel entfprechendes Lodi vorgebohrt und zwar durch beide aneinander zu befefiigende Knochenfiücke. Alsdann wird der Nagel mittels eines kleinen Metallhammers fchnell eingetrieben. Zur Verfenkung des Nagels bzw. beim Arbeiten in kleinem Wundgebiet be ­ dient man (idi zweckmäßig eines Nagelverfenkers. Im Gegenfatz zu Rüder, welcher vor kurzem einen Nagelverfenker aus Metall angegeben hat, benutze ich (eit Jahren ein aus Hartholz ftabähnlidies, ca. 12 cm lang an der Spitze mit einer Nickelzwinge verfehenes Infirument. Die Spitze der Nickelzwinge befitzt eine muldenförmige und gerauhte Vertiefung, welche dem Kopf des Nagels angepaßt ifi. Mit Hilfe diefes Infiruments laffen fich leicht, (elbft im kleinften Wundgebiet, exakte Nagelungen vornehmen. Das Anwendungsgebiet des Leimnagels ifi ziemlich ausgedehnt, befonders aber in den Fällen wo es (ich um Anheftung breitßächiger Knochenfiücke handelt, bei denen Zug- und Druckrichtung parallel der Anheftungsfläche läuft. Als Beifpiel erwähne ich Fournierarthrodefe, Abriß ­ frakturen, bei denen das abgeriffene Knochenfiück noch im Zufammen- hang mit der Muskulatur (ich befindet; ferner Nagelungen von Muskel- anfatzfiellen nach temporärer Abmeißelung z. B. Trochanternagelung bei Hüftoperationen, Nagelung der Tuberofitas tibiae bei Knieoperationen ufw. Bei Diaphyfenbrüchen kommt die Nagelung nur infofern in Betracht, als es (ich darum handelt, ein Abrutfchen von Bruchenden zu verhüten. Eine fiarre Fixation, wie (ie die inneren Schienen gewährleiften können, ifi bei der Weichheit des Nagels nicht möglich. Bewährt haben [ich mir in Jodtinktur eingelegte Nägel bei der Behandlung fchwieriger, zu Reluxation neigender angeborener Hüftluxation. In diefen Fällen habe ich eine Art Pfannendachbildung »fubkutan« vorgenommen, indem ich mittels Troikar an der Stelle des fehlenden Pfannendachs eine Öffnung bohrte, welche den Beckenknochen durchfetzte, unter Zurüddaffung der Troikar- hülfe wurde der Troikar zurückgezogen und ein jodierter Leimnagel in die Hülfe eingefchoben und mittels eines Stößers unter einigen Hammer- [chlägen durch die Hülfe in das Bohrloch vorgetrieben. In diefer Art wurden mehrere Nägel nebeneinander als neues Pfannendach dicht ober ­ halb des Schenkelkopfes fubkutan in das Becken verfenkt. Die (ich an diefe Nagelung anfchließende reaktive Knochenreizung und Narbenbildung gaben dem Kopf flets den gewünfchten Halt. Im übrigen wurde die Hüfte nach den üblichen Methoden der Luxationsbehandlung weiter be ­ handelt. Auch bei autoplafiifcher Knochenplafük des Pfannendaches aus Beckenkamm bzw. Schienbein wurden Leimnägel mit Erfolg verwandt.