engem Raum bedingt gewöhnlich die Hauptfünde bei der Ausführung der Punktion, die zugleich die Quelle aller Unannehmlichkeiten i|t; das zu (chnelle Ablaffen bzw. Auffleigenlaffen im Steigrohr. Auch wird meiß, felbfi zu therapeutifchen Zwecken, zuviel Liquor abgelaffen, teils aus Unkenntnis, teils infolge unüberpchtlich unbequemer Bedienung der Hähne.« Nach Quincke foll als Regel gelten, den Enddruck nicht tiefer zu bringen als auf 60% des Anfangsdruckes, der zwifdten 120—150 mm liegen dürfte. Der normale Druck wird von den Autoren fehr verfchieden angegeben. Die in der Praxis oft geübte Methode, den Hirndruck ledig ­ lich nach der Art des Abfluffes des Liquors in Parkern oder (chwachem Strahl zu beurteilen, wird als grober Notbehelf verworfen. Das von Krönig angewendete kapillare Steigrohr hat infolge feiner Kapillarwirkung techniphe Nachteile. Verfaffer fuchte die von ihm gefchilderten höchpwahrfcheinlich all ­ gemein empfundenen Mängel durch eine NeukonPruktion zu befeitigen. »Maßgebend war, vor allem ein handliches, im ganzen auskochbares BePeck unter Vermeidung von Schlauchverbindung und feitlichen Ab ­ zweigungen zu fchaffen, das den Arzt inPand fetzt, ohne Afppent allen Anforderungen einer Lumbalpunktion gerecht zu werden. Die Löfung der Aufgabe war möglich durch folche Anordnung weniger Bohrungen nur eines Hahnes, dap die Auspupöffnung fowie der Steigrohranfatz in das Hahnküken felbp verlegt wurden. Die einzelnen Verbindungen werden durch exakte Markierungen auf der (cheibenartig erweiterten Hahnkapfel angezeigt, fo dap ein ängpiiches Beobachten der AusPup- öffnung zur Kontrolle der HahnPellung nicht mehr notwendig ip. Durch die befondere OePaltung des Abpupzapfens läpt pch das graduierte Reagensglas ohne Erfchütterung Pets fenkrecht anhängen. Das Auffangen des Liquors gefchieht fomit felbptätig und ohne einen Tropfen Verlup. Das Steigrohr mit feinem Rekordfpritzenkonus wird in der Mitte des Hahnes eingefetzt. Nachdem man vor der Punktion durch leichtes Anziehen des Kugelgelenkes die erforderliche Reibung erzielt hat, läpt pch dem Steigrohr, unabhängig von der meip (chief-fchrägen Lage der Lumbalnadel, leicht die Neigung zur Senkrechten geben. Es bedarf nun keinerlei Wartung mehr. Der Punktierende hat lediglich den Hahn zu bedienen. — »Druckmeffen und (chnelles Entleeren des Steigrohres mit langfamerem Abpiepen von Liquor zu erneuter Druckmeffung gefchieht durch einfache Drehung des Hahnes, der nicht nur jeden Abpup fofort abriegeln kann, (ondern auch ein fo feines EinPellen des Steigrohres bzw. der Abpupgefchwindigkeit gepattet, dap von den gefchilderten ungewollten Zufälligkeiten nicht mehr die Rede fein kann.«