85 1922 Winke zum Gebrauch der Venenspritze nach Katz Winke zum Gebrauch der Venenfpritze nach Katz. Von Dr. Karl Döhmann. Die von der Firma B. Braun, Melfungen, für die Injektion dunkel ­ farbiger Löfungen in die Vene hergeftellte Katzfdie Injektionsfpritze, welche geflattet, in zwei olivenförmigen kleinen Erweiterungen des Anfatzes (die mit blut-ifotonifdier Salzlöfung zu füllen find und nur durch ein Kapillar-Lumen mit dem Spritzenzylinder kommunizieren) das Venenblut fiditbar zu afpirieren, (cheint mir einiger wichtiger Erläuterungen für den Gebrauch zu bedürfen. Zunächfl das Wichtigfle ift die Frage: wie können Luftblafen im Anfatzteile vermieden werden? Hier ifl es von prinzipieller Wichtigkeit, daf» das in die Spritze afpirierte Medikament durch den Kolben in die nach oben gehaltene, nicht mit Metallteilen (auch nicht dem Zwifchenflück) armierte Spritze ganz nach oben gefchoben und dadurch die Luft ausgetrieben wird. Dies wird mit angefetztem Zwifchenflück (und Afsmy-Anfatz) und Kanüle bei der Katzfpritze nicht gelingen, ohne Luftblafen zu behalten, die fich unmittelbar unter und in dem Zwifchenflück etablieren und von dort nicht zu vertreiben fein werden, wenn nicht alle Metallteile ad hoc entfernt werden. Mag man alfo gewohnt fein, zunächfl mit dem Ajimy-Anfatz die Kanüle in die abgeflaute Vene zu (lofsen, oder die relativ „unblutige” Methode bevorzugen, die mit Zwifchenflück und Kanüle armierte Spritze einzuftofen; in jedem Falle kann man (ich nur durch den eben betriebenen Technizismus vor Luftblafen und ihren Gefahren fichern. Es ifl alfo im erflen Falle Kanüle und Afimy-Anfatz und Zwifchenflück als Ganzes ein- zuflofien und. wenn der Blutausflufj einwandfrei erweifl, daf) die Kanülen- fpritze (ich in der Vene befindet, die gänzlich mit Flüffigkeit gefüllte, oder noch beffer am Anfatzende einen pofitiven Meniskus des Medikaments refp. der Salzlöfung aufweifende Glasfpritze anzufetzen; bei der „unblutigen” Technik (ohne Afsmy-Anfatz) ifl Kanüle und Zwifchenflück (ebenfalls als Ganzes vorher zufammengefügt) erfl nach Entleerung der Luftblafen aus den olivaren Erweiterungen des Glasanfatzes in die Spritzenöffnung ein ­ zuführen und erfl nach Verdrängung der Luft aus dem Gefamtfyflem das ganze Inflrument zum Einflich und zur Injektion zu benutzen. Die leichtere Beweglichkeit des Kolbens in der Ganzglasfpritze ifl ein Vorzug infofern, als das Einflrömen des venöfen Blutes durch den in der abgeflauten Vene herrfchenden Druck felbfl beforgt wird, fodafj der Handgriff des Ziehens (zwecks Afpiration) überflüffig wird. Dafür hat diefe leichte Kolbenbeweglichkeit den Nachteil gegenüber der fchwereren in der Record-Spritze, daf) man vor der Injektion während des Heran- faewegens des Inflruments viel forgfältiger darauf achten muf), daf) nicht der Kolben (ich von felbfl verfchiebt und fomit entweder Medikament