behälters, bricht alsdann das obere Ende der Ampulle mit einer Zange ab und lässt die Flüssigkeit in den Behälter fliessen. Will man in Bezug auf Sterilität und Frische der Lösung noch weiter gehen, so benutze man zum Füllen der grossen Yorratsbehälter den bekannten Apparat von Braun-Katz zur Herstellung von sterilem, destilliertem Wasser. Dieser Apparat wird in die obere Oeffnung des Stativs gesetzt, dann das in der Kochflasche befindliche Wasser zum Kochen gebracht. Nachdem man den Dampf etwa 10—15 Minuten durch den Apparat hat strömen lassen, setze man die Ausflussöffnung in einen der Yorratsbehälter, hebe den Kühler des Destillierapparates in die Höhe, werfe in den nun oben offenen Mantel dos Apparates das zur Herstellung der gewünschten Flüssigkeit entsprechende Medikament, setze den Kühler wieder an seinen Platz, und lasse nun erst das Kühlwasser langsam laufen und destillieren, bis die Flüssigkeit in dem Yorratsbehälter zu dem 50 Gradstrich gestiegen ist. Das Medikament ist durch den Dampf sterilisiert und durch das destillierte Wasser aufgelöst in den Vorrats ­ behälter geflossen und so eine einwandfreie, frisclfe Lösung hcrgestellt. Um nun die gewünschte Injektionslösung herzustellen, drehe man das Gefäss A oder B nach Innen, lasse die gewünschte Flüssigkeits- raenge in das Mischgefäss laufen, setze durch Drehen des Gefässes C nach links die gewünschte Anzahl Tropfen Suprarenin hinzu, und die Lösung ist fertig. Es ist ratsam vor Instandsetzung des Apparates sich in der genauen Dosierung mit Wasser zu üben. Der Schutzdeckel 2 wird so gestellt, dass die beiden kleinen Luftlöcher nicht übereinander liegen. Sollte der Tropfen gelegentlich nicht sofort kommen, so genügt es durch Drehung der Luftlöcher über ­ einander etwas Luft in das Gefäss laufen zu lassen und eventuell durch Druck auf die Membran den Austritt des Tropfens zu er ­ leichtern. Die somit fertige Injektionsflüssigkeit wird mit der sterilen Spritze, nachdem die Nadel abgeschraubt ist, durch die Entnahme ­ vorrichtung 18 aus dem Mischgefäss entnommen. Zu diesem Zwecke schraubt man den Spritzenkonus mit einer leichten Drehung, nachdem inan den Schutzdcckel 4 an den Haken des Stativs gehängt hat, in den Tubus der Steigrohre 18 und zieht die Flüssigkeit hoch. Auf diese Weise kommt das Aeusscre der Spritze mit der Lösung nicht in Berührung und andererseits wird der Unsitte, mit eben ge ­ brauchten Nadeln die Flüssigkeit hochzuziehen, vorgebeugt. Ein Abbrechen des Tubus durch unvorsichtige Bewegung wird durch die leicht federnde Befestigung des Apparates im Stativ verhindert. Nach Gebrauch kommt der Schutzdeckel 4 natürlich wieder an seinen Platz, die etwa übriggebliebene Injektionsflüssigkeit wird, wenn sie