12 Sterile Arterien zur Umhülsung bei der Sehnennaht Gallertröhrchen Sterile Arterien zur Umhülsung bei der Sehuenuaht. Um zu verhindern, dass fremdes Gewebe sich in die Sehnen ­ naht hineindrängt, hat sich zur Umhülsung dieser Nähte, besonders bei starken Sehnen, die Anwendung von Arterien sehr gut bewährt. Um die Resorption des fremden Körpers zu verzögern, und dadurch die Naht möglichst lange zu schützen, sind die Arterien mit Jod behandelt. Es handelt sich in diesen Fällen um die Illiaca des Rindes. Ihre Gerbung schliesst gleichzeitig eine gute Desinfektion in sich und hat sich bis jetzt ganz gut bewährt. Gallertröhrcheu. In einer Arbeit über die Regeneration des entarteten Nerven, D. med. W. No. 25. 1917, die sich im Wesentlichen mit den his ­ tologischen Vorgängen beschäftigt, schreibt Herr Prof. Edinger über die Agarröhrchen das Folgende: »Im Februar 1916 habe ich den Vorschlag gemacht, zwischen das zentrale und das peripherische Stück eines getrennten Nerven eine mit einer gallertigen Substanz gefüllte Röhre zu schalten. Dem lag theoretisch der Gedanke zugrunde, dass die zentrale Faser allemal auswächst, wenn ihr kein Widerstand entgegensteht, etwas, was experimentell oft nachgewiesen war. Unbekannt war, wie lange das zentrale Stück werden kann ohne Beihilfe des peripherischen, unbekannt, ob auch gerade Agar, das als Zwischensubstanz versucht wurde, das geeignetste als Füllmasse wäre. Das wurde auch nicht verschwiegen, auch zunächst von Tierversuchen abgesehen, weil es eben darauf ankam zu erfahren, wie das Verhalten am Menschen sich gestaltete. Inzwischen habe ich, experimentell trefflich unter ­ stützt von den Herren Enderlen und Lobbenhofer in Würzburg, zahlreiche Tierversuche mit der Silbermethode Bielschowskis nachprüfen können, habe auch klinische Erfahrungen gesammelt und habe dabei erfahren müssen, dass Agar leider total versagt, weil es in Kochsalzlösungen — und wohl auch im Serum — durch Diffusion knorpelhart wird. Das war schon im Sommer 1916 erkannt, und ich habe die ausführende Firma Braun in Melsungen, der ich für ihre nicht erlahmende Hilfe bei den zahlreichen Vor ­ versuchen sehr dankbar bin, sofort davon in Kenntnis gesetzt. Auf Enderlens Wunsch hin unterblieb damals eine literarische Mitteilung, weil ein besseres Verfahren in Aussicht stand und dieses zugleich mit dem Zurückziehen des ersten Vorschlages ver ­ 1917 1917