46 — . Der Tuberkulöse hüte sich vor jedem Zu- ^ ' ' viel im Turnen, Bergsteigen und in den sportlichen Uebungen des Ruderns, Radfahrens, Schwim ­ mens u. dergl. Dabei schwebt die Gefahr der Lungen ­ blutung über seinem Haupte. In allen Fällen ist vor der Teilnahme am Sport der Arzt zu fragen. Fm allge ­ meinen genügen für den tuberkulösen Lungenkranken Spaziergänge auf ebenem oder mäßig ansteigendem Ge ­ lände verbunden mit Tiefatmungen, unterbrochen durch Ruhepausen. Das Spielen von Blasinstrumenten wird vom Lungen ­ kranken am besten eingestellt und nur auf ärztlichen Rat wieder aufgenommen. Die Frage, ob der Kranke einem Gesangvereine als Sänger angehören oder beitreten kann, wird der Arzt je nach dem Lungen- und Kehlkopfbefunde entscheiden. Zahn- und beder Tuberkulöse muß eine eigene Zahn- M hfl bürste besitzen, die von keinem anderen Fa- 9 milienmitgliede benutzt werden darf und von Zeit zu Zeit mit kochendem Wasser abzubrühen ist. Die Mundpflege ist durch den Gebrauch einer Zahnpaste und eines keimtötenden Mundwassers (Lysoform-Mundwasser) noch wirksamer zu gestalten als in gesunden Tagen. Zum Mundspülen und Gurgeln kann man auch Wasser be ­ nutzen, dem einige Tropfen Myrrhentinktur oder Wasser ­ stoffsuperoxyd zugesetzt sind. Durch regelmäßige Mund ­ spülungen werden etwa im Munde haftende Bazillen ent ­ fernt. Damit wird der Kranke die Gefahr der Bazillen ­ ausstreuung sehr einschränken, wenn nicht ausschalten. Kleider mit Auswurfstoffen beschmutzten Klei- ' d u n g s st ü ck e bilden eine Ansteckungsge ­ re n gung Werden doch z. B. Kinder, die auf den Armen einer tuberkulösen Person spielen oder an deren Kleidern sich festhalten, mit ihren Händen die Tuberkel ­