367 Zelle Günsterode Liebe Kameraden! Unser Pg. Konrad Hofmeister ist nun auch Soldat. Augen ­ blicklich ist er in Urlaub und ferner noch Vetters Paul und Kühlborns Henner, der sich mit seinem Bruder Hermann in der Heimat getroffen hat. Richard Kühlborn und Jürgens Karle waren auch in Urlaub. Leider hat auch wieder eine Trauernach ­ richt unser stklles Dörfchen erreicht: Kreme ns Christ ist an der Ostfront als Uffz. gefallen. Sein Tod ist für uns Ver ­ pflichtung. Heinrich Propf wurde verwundet. Sonst geht hier alles seinen geregelten Lauf: nur die Gänse hecken in diesem Zähre schlecht. Es grüßt Euch Eure Heimatgemeinde durch Kamerad H. Schweinsber g. Ortsgruppe Malsfeld Zelle Ber, ejörth. Liebe Beiseförther Kameraden! Wenn Zhr jetzt einen Blick in Euer Heimatdörfchen tun könntet, würdet Zhr den ganzen Zauber Eurer Heimat empfinden können. Die Beiseliede hat ihr lichtes Frühlings ­ kleidchen angezogen, in den Gärten grünt und blüht es und die Saat in den Feldern steht üppig. Die Kameraden Karl Buhre, Heinrich Holzhauer, Wilhelm Heiner und Heinrich Bernhardt konnten in diesem Frühlings ­ erwachen ihren Urlaub verbringen. Auch konnte ihnen diesmal Beiseförth etwas besonderes bieten. Die Firmen Döring und Vaupel hatten die Beiseförther zu einem bunten Abend einge ­ laden. Kräfte der Staatsoper Kassel erfreuten uns durch Gesang und Tanz. Es war ein schöner Abend, der uns für einige Stunden alle Lasten des Alltags vergessen ließ und uns neue Kraft für die kommenden arbeitsreichen Wochen schenkte. Euch lieben Kameraden da draußen sendet die herzlichsten Frühlingsgrüße Euer Heimatdörfchen Beiseförth. Ortsgruppe Altmorschen Liebe Soldaten! Heute wollen wir gemeinsam die Heimat im Frühlingskleid schauen. Ob wir vom Frauenberg den Blick über unser Dorf hinab ins Fuldatal und weiter zu den Bergen jenseits des Tales schweifen lassen, ob mir durch den stillen Grund hinauf nach eina wandern oder durch das liebliche Eubachtälchen unsere chritte lenken, überall, wohin wir das Auge wenden, grüßt uns der Lenz mit frischem Grün, Blumen, Blütenpracht und Vo ­ gelfang. Angesichts des bezaubernden und friedlichen Bildes könnte man fast vergessen, daß harter Kampf und Streit die Welt erfüllen. Und ich glaube, daß Eure Gedanken in dieser herr ­ lichen Maienzeit der Heimat besonders nahe sind. Aber wer würde sich, trotz allen Ernstes der Zeit, so ganz der Schönheit und Freude entziehen können, die der Schöpfer in dieser Jahres ­ zeit so reichlich spendet. Als der Mai anbrach, zogen, von dem Gedanken beseelt, altes Brauchtum wieder zu wecken und zu pflegen, BDM. und Arbeitsmaiden, das Schifferklavier voran, durch die Straßen des Dorfes und sangen alte und neue Frühlingsweisen. Sie fanden dankbare Zuhörer. Am Geburtstag des Führers kamen wir bei Gastwirt Semmler zusammen. Mit der Feier war eine gutbesuchte Kundgebung der Ortsgruppe verbunden. Es sprach Pg. Adolf Müller aus Detmold zu uns. Seine klaren, auf ­ rüttelnden Ausführungen fanden starken Beifall. An diesem Abend wurden auch die Politischen Leiter. Walter und Warte auf den Führer vereidigt. Um den Umquartierten die Möglichkeit zu geben, das not ­ wendigste Gemüse für den Haushalt selbst anzubauen, erhielt jede Familie ein Stück Gartenland am Elseweg. Hier wurde dutch Einsicht und Opferwilligkeit wieder eine kriegsbedingte Schwierigkeit überwunden. Eine größere Anzahl Urlauber besuchte uns in letzter Zeit. Zm folgenden einige Familien-Nachrichten: Geboren: Oberfähnrich Mey, Heina, ein Zunge: Karl Schwenk aus Kaffes ein Mädchen. Getraut: Karl Wiegand. Altmorschen mit Anni Reichhardt aus Hundshausen. Ferdinand Wiegand aus Konnefeld mit Martha Leidebrand, Heina. G e st o r b e n : Frau Katharina Bernhardt geb. Horn, Altmorschen, 77 Zähre; Heinrich Brassel, Eubach, 72 Jahre. Allen Kameraden wünschen wir fernerhin alles Gute und viel Soldatenglück. Die Heimat sendet Euch herzliche Pfingstgrüße. Heil Hitler! Euer A. Schmidt. Unsere schöne Heimat: Adelshausen. Foto: Heine! Ortsgruppe 11 eine hach Zhr lieben Soldaten im feldgrauen Rock! „Heimatland sei gegrüßt viel tausendmal. Du schönes Heimat ­ land!" So werden viele von Euch, Zhr lieben Kameraden fern der Heimat im Schützengraben, aus vorgeschobenem Posten, aus der B.-Stelle, im Panzer bei summenden Motoren und wo Zhr Euch alle befindet, oft singen. Und wirklich, die schöne Heimat, wer von Euch würde sie nicht lieben. Zhr kämpft, blutet und wenn es fein muß, sterbt Zhr für sie. Biele fremde Menschen, die bet uns eine neue Heimat gefunden haben und die Sonntags auf die nahen Berge steigen, den Blick ins Fuldatal schweifen lassen, die waldreichen Ausläufer des Knüll über ­ schauen, sagen nur das eine Wort: „wunderbar". Das langanhaltende, trockene Wetter hat dazu beigetragen, daß sämtliche Kartoffeln gepflanzt und auch die Gärten größten ­ teils in Ordnung find. Den evakuierten Volksgenossen konnte im Zusammenwirken von Partei und Gemeinde ein Stück Gar ­ tenland auf Webers Grundstück hinter der Schule zugewiesen werden. Das Gemeindelosholz wurde in Gemeinschaftsarbeit geschlagen, und wir hoffen, daß jeder bei der kommenden Holz- zuteilung zufriedengestellt werden kann. Bei einem heftigen Lustkampfe, der kürzlich über unserem Dorfe sich abspielte, wurden einige amerikanische Bomber abge ­ schossen. Unseres Führers Geburtstag feierten wir in der Ortsgruppe in schlichter Weise bei Pg. Gastwirt Wiegand. — Am Sonntag, den 7. Mai, wird hier die Parole lauten: „Volk ans Gewehr", das Wehrwettkampfschießen wird durchgeführt. Als alter Schießfreund werde ich mich mit aller Energie für die ­ ses Schießen einsetzen und ich hoffe, daß es ein voller Erfolg wird. Es find auch wieder traurige Nachrichten hier einge ­ gangen. Für Führer, Volk und Heimat starben den Heldentod: ^-Oberscharführer Hans Ritter umd Soldat Werner Lande ­ feld (der Mann von Dora Momberg). Die Ortsgruppe grüßt alle Kameraden zu Lande, zu Wasser und in der Luft und unsern Ortsgruppenleiter im Wartheland-. Euer Otto H e ck m a n n. Ortsgruppe Körle Liebe Kameraden! Wonnemonat Mai! Die schönste Zeit des Jahres erfreut wieder mit ihrer Pracht draußen in der Natur das Herz. Die warmen Strahlen der Sonne haben die Kirschbäume zum Blühen gebracht. Die Birnbäume folgen und bald werden unsere Dör ­ fer eingebettet liegen im Blütenschmuck der Obstbäume. Der Buchenwald hat schon sein lichtgrünes Kleid bekommen, wäh ­ rend in den Hecken am Wiesenrain der Schlehdorn blüht und das saftige Grün der Wiese untermalt ist vom Gelb des Löwen-, zahnes. Die Frühjahrsarbeiten sind soweit beendet. Einige Kar ­ toffeln müssen noch gepflanzt werden. Der Saatenstand ist gut. Das erste Grün zum Futtern wird hier und da geholt. Günstige Witterung hat die Arbeiten beschleunigt. Zn den Betrieben un ­ serer Heimat wird fleißig gearbeitet. Alles in allem: der altge ­ wohnte Pulsschlag der Heimat, getragen von dem Willen jedes Einzelnen, seine Pflicht zu erfüllen für Führer, Vaterland und Sieg. Es grüßt Euch, liebe Kameraden, mit frohem „Sieg Heil" zum Pfingstfest Euer A. A r e n d.'