351 dern letzten Endes einen Befehl Gottes ausführt, der ja auch im Walten der Geschichte lebendig ist itnb in ihm wirkt. Der Sieg wird deshalb nicht dort fein, wo einer aus Haß kämpft, wie der Sowjet; nicht dort fein, wo einer vernichtet und zer-. stört, wie der Yankee; sondern wo einer kämpft um Erhaltung und Aufbau von Art, Raffe, Familie, Volk, Heimat, Kultur und Gesittung. Daß wir dieses hohe Ziel erkennen, das beweisen wir am besten in diesen Weihnachtstagen in uns selbst. Denn das ist meiner Ansicht nach das Entscheidende am Weihnachtserlebnis: daß wir wieder einmal über uns selbst hinauswachsen, daß wir das Kleinliche von uns abfallen lassen, daß wir die Großzü-» gigkeit des Herzens finden, die uns wenigstens für Stunden so sein läßt, wie wir eigentlich immer sein wollten: menschlich, herz ­ lich, gütig. Als Soldat weiß man besonders um den Wert dieser drei Eigenschaften: Menschlichkeit, Herzlichkeit und Güte sind ja die Grundlagen jeder gesunden, soldatischen Kameradschaft. Sie haben den Soldat noch nie schlapp oder sentimental gemacht, sondern stark und pflichttreu bis in den Tod. Kameradschaft, Tat und Opfer aber soll man beweisen und nicht im Munde führen. Wir an der Front und auch ihr in der Heimat werdet noch reichlich Gelegenheit dazu finden. Denn darüber machen wir uns nichts vor: das Ziel ist noch nicht erreicht, und der Weg wahrscheinlich noch steinig. Und je länger der Weg, das lehrt uns die 5. Kriegsweihnacht, desto mehr bedarf es nicht nur starker und festbleibender, sondern auch menschlicher, herz ­ licher und gütiger Charaktere, an denen auch die weniger Star ­ ken und Festen einen Halt finden können. Fn solchem, vom Geist der Weihnacht wahrhaft erfüllten Sinne geloben wir auch an diesen Weihnachten dem Führer, daß wir, werde was will, immer starken und gläubigen Herzens tapfere deutsche Soldaten sein werden. Diese Gedanken bewegten mich am Heiligabend und verbanden mich mit der lieben Heimat und auch mit Euch, den Sodlaten der Heimat. Hoffentlich können wir uns bald einmal wiedersehen. Nun grüßt bitte alle Kameraden und alle Ortsgruppew- leiter herzlich von mir. Fn kameradschaftlicher Verbundenheit mit siegesgläubigem Herzen und dem alten Kampfruf „Heil Hitler" bleibe ich Euer Kamerad Volkwein. Wechsel in elfer Führung des Bannes Melsungen 761 K.-Bannführer Schmidt mit der Führung des Bannes Wolfhagrn der Hitler-Jugend beauftragt. Fn schlichter, zeitgemäßer Form vollzog sich am 6. Februar in der Gebietsführerschule Walkemühle die Einführung des neuen Bannführers, Oberstammführer Günther Stolle. Zn An ­ wesenheit der gesamten Führermannschaft des Bannes setzte der K.-Führer des Gebietes Kurhessen (14), Hauptbannführer Schmidt, Oberstammführer Stolle in sein neues Amt ein. Der bisherige K.-Führer des Bannes Melsungen 761, Ge ­ folgschaftsführer Karl Schmidt, wurde mit der K.-Füh- rung des Bannes Wolfhagen beauftragt. Der K.-Gebietsführer, Hauptbannführer Schmidt- Kassel, sprach dann in großen Zügen über die Bedeutung der Erziehungs ­ arbeit an der Fugend im Kriege. Er führte unter anderem aus, daß dieser Führerwechsel keine Unterbrechung der Arbeit bedeuten dürfe, sondern daß auch weiterhin alles darangesetzt werden müsse, die Aufgaben, die der Hitler-Jugend im Kriege zufallen, zu erfüllen und die Schwierigkeiten zu meistern. Fn einer kurzen Abschiedsansprache wandte sich der bisherige Führer unseres Bannes, Gefolgschaftsführer Karl S ch m i d t, an seine Führer, sprach ihnen seinen Dank für ihre Unterstützung aus und forderte sie auf, auch unter seinem Nachfolger ihre Pflicht als Führer in der Hitler-Jugend zu erfüllen. Anschließend be ­ grüßte Oberstammführer Günther Stolle seine neue Fführermann- i'chaft und besprach mit ihnen die Aufgaben der kommenden Zeit. Lieder umrahmten die Feierstunde und gaben ihr ein würdiges Gepräge. Es wurden ausgezeichnet Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, dem Sturmabzeichen und der Nahkampfspange: Oberleutnant Gert Hüller-Melsungen für hervorragende Führung, Träger der Ostmedaille, des Krim- schildes und rumänischer Orden. Sohn der Witwe Cl. Hilter, Brüggersberg 8. Dem schwerverwundeten tapferen Offizier unsere innigsten Wünsche für eine baldige Genesung. Mit dem Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse mit Schwertern: Wachtmeister Hans Portugal!, Sohn des Metteurs Eduard Portugalk-Melsungen, Brauereiweg 1. Kreuzeiche im Quillerwald Foto: A. Stein Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse: Uffz. Georg Klob es - Melsungen, Friedhofstraße 3; Obergefr. Adam Wagner- Heßlar; Obergefr. Heinrich K ü l l m e r - Heinebach: Gefr. Heinr. Scherer- Spangenberg, Zägerstraße; Masch.-Obergefr. Christ. Knoche- Nausis; Gefr. Kurt Bernhardt- Melsungen, Hint. Eisfeld 10; Gefr. Ludwig Bangert- Schwarzenberg: Gefr. Jakob S1 e u b e-Schwarzenberg: Gefr. Heinrich Thiele ­ mann - Kirchhof, Obergefr. Erich Franke- Melsungen. Mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern: Uffz. Willi Metz-Heßlar; Flakabwehrmann Hans Koch-Mcl- sungen, Horst-Wessel-Straße? Gefr. Heinrich M ü n s ch e r -Mell- sungen, Eisfeld 15; ^-Ufcha. Heinrich R o t h a u g e - Melsungen; Vormann Horn- Heinebach; Vormann Schüler- Elbersdorf. Meister der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelm Müller und Adam Wagner-Felsberg und Obertruppführer Johannes Klapp-Gensungen für vorbildlichen Einsatz in Kassel. Ober ­ gefr. Jakob Rudolph-Weidelbach. Mit dem JnfFSturmabzeichen in Silber: ^-Sturmmann Horst W a lt e r t-Melsungen. Beförderungen Zum Hauptmann: Mit Wirkung vom 1. August 1943 der auf dem Felde der Ehre gefallene Oberleutnant d. 'R. Carl P r i n zGensungen, als besondere Ehrung für seinen vor ­ bildlichen Einsatz. — Mit Wirkung vom 1. November 1943: Oberleutnant Wilhelm K r e i l e i n, Sohn des Oberpostmeisters Julius Kreilein-Melfungen, auf Grund der Bestimmungen über bevorzugte Beförderung. Zum Oberwachtmeister: Wachtmeister Heinz W a g e n e r - Altmorschen. Zum Feldwebel: Uffz. Karl Opfer-Spangenberg, Inhaber des EK. 1. und 2. Kl. und des Jnf-Sturmabzeichens in Silbers Zum Unteroffizier: Gefr. Georg H o f m a n n - Melsungen; Gefr. Alex Bernhardt - Melsungen, Gefr. Wilhelm C oll - mann- Melsungen; Gefr. Fritz Trümer. Zum Obergefreiten: Gefr. Will). B a ch in a n n - Herlefeld; Gefr. Th. D ü ck e r - Melsungen; Gefr. Heini Schlegel-Neu ­ morschen; Gefr. Jakob R ud o l p h - Weidelbach. Zum Gefreiten: Otto Schneider- Röhrenfurth. Zum Masch.-Gefreiten: W. Siebert. Zum ^-Unterscharführer: ^-Sturmmann Heinrich Roth ­ au g e-Melsungen; ^-Sturmmann Heinrich Emmeluth- Schwarzenberg. Zum ^-Sturmmann: ^-Obergren. Horst Walter-Mel ­ sungen.