348 Schon zeigen sich an geschützten Stellen, begünstigt durcb die milde Witterung, die ersten Borfrühlingskinder in Gestalt blühender Haselnußkätzchen und Gänseblümchen. Wir hatten die Freude, liebe Kameraden als Urlauber begrüßen zu können: Otto Walther, Kurt Lengemann, Wilhelm Clobes, Georg Angersbach, Georg Gleißner, Heinrich Barthel, Hans Freudenstein, Wilhelm Angersbach. Hermann Otto, Hans Angersbach, - Wilhelm Wicke und Georg Köbberling. Verwundet ist Karl Angersbach, ihm wünschen wir baldige Genesung und grüßen ihn besonders. Nun wünscht Euch die Heimatgemeinde alles Gute, vorab rechtes Soldatenglück mit herzlichen Heimatgrüßen aus dem schönen Edertal! Heil Hitler! Euer W. Ey sek. Zelle Böddiger. Liebe Landser aus Böddiger! Auch in dieser Ausgabe unserer Heimatzeitung „Unser ist der Sieg" sollt Fhr alle einen Gruß Eures Heimat-' dörfchens finden. Wir denken stets an Euch und danken Euch für Euren tapferen Einsatz und Eure felsenfeste Standhaftigkeit in allen feindlichen Angriffen. Die Treue zu Führer und Reich besiegelte mit seinem Heldentode der jüngste Sohn unseres früheren Ortsdieners Konrad Engelhardt, der Soldat F o n a s Engelhardt. Die ganze Gemeinde trauert mit den Eltern um dieses junge Soldatenleben. Unser Zellenleiter, Pg. Karl Landesseind, und auch Ernst Hühne tragen nun auch das Ehrenkleid des deutschen Soldaten. Und unser Soldatenmädel, die Lw.-Oberhelferin Anneliese Graß, hat sich bei ihrem letzten Heimaturlaub hier verlobt. Nun sie wieder irgendwo an der Front ihren Dienst tut, möchte ich ihr für Euch alle durch unsere Heimatzeitung die herz ­ lichsten Grüße senden. Liebe Anneliese! Die Landser gratulieren Dir durch mich. Sie werden es noch persönlich tun. Am 15. Februar feiert der Gärtner Pg. Friedrich Blästng mit seiner Ehefrau das Fest der silbernen Hochzeit. Da wollen wir als Gratulanten nicht fehlen. Der Winter meint es dieses Fahr besonders gut mit uns, sehr zum Leidwesen Eurer Kinder und Geschwister, die ihre Rodelschlitten nicht benutzen können. Als es vor einigen Tagev etwas schneite, war der Fubel groß. Aber die Freude sollte nicht lange dauern. Am nächsten Morgen war der Schnee weg. Also fürs nächste Fahr! Herzliche Grüße! Heil Hitler! Willy G l a tz e r. Ortsgruppe ^ledermöllridl Liebe Kameraden! Die besonnte weiße Winterpracht blieb uns versagt, von Blums Rain herunter glitten keine Rodelschlitten, kein Kinder ­ jubel lärmte über schimmernde Schurren auf dem Gänsepuhl, der Spätherbst ging fast unmerkbar in den Vorfrühling über, kaum, daß flüchtig ein leichter Flockenschleier die Erde mit dünner Sckneedecke überbreitete. Die Tage wurden kürzer und wieder länger, in Grau verrieselnd, nur selten am Himmel in der Wolkenjagd einen mattblquen Spalt aufreißend; in verschwimmenden Schattenrissen nur verrieten sich die umdun ­ steten Bergwälder, Nebel und Nässe gingen um, vom Winde gequält bogen sich in ihrer Kahlheit Geäst und Gesträuch, kal ­ ter Regen stob um die Fenster, und hinter den Scheiben träumte Kindersehnsucht verlorenen Blickes. Das Gesicht unserer Einwohnerschaft hat sich leicht ver ­ ändert, zu einem Viertel etwa besteht sie jetzt aus Stadtleuterr. Menschen aus verschiedenen Lebenskreisen und mit verschiedenen Lebensformen find durcheinandergemengt, brachte es auch anfangt mancherlei Unannehmlichkeiten, so führte guter Wille und Ein ­ ordnung in die Dorfgewohnheiten von der einen Seite, auch wie ­ der zur"Annäherung und Anerkennung von der anderen. So wird das Zusammenleben auch das zur Sicherung unseres rassischen Bestandes so notwendige bäuerliche Selbstbewußtsein wieder erstarken lassen, besonders wenn — wie wir hoffen und er ­ lebten — in der Zeit von Saat und Ernte manche Stadtfrau^ einsatzwillig oder in Erinnern, die ersten Schritte tut zur Wiederverbindung mit dem Boden, für die nächste Generation damit eine Stadtflucht anbahnend als Gegenwirkung gegen die verhängnisvolle Landflucht. Diese Wandlung, in der wir geradezu eine nationale Forderung zu sehen haben, blieb auch nicht unbemerkt bei den Veranstaltungen, die wir in den beiden letzten Monaten vornehm ­ lich um der Heimatlosen willen durchführten. Für den Sonn ­ tag vor dem Ruprechtstage (6. Dezember) hatte die Leiterin der Kindergruppe. Fvau Krämer, für Kinder und Eltern in mühevoller, selbstloser Arbeit mit ihren Kleinen einen heile ­ ren Nachmittag vorbereitet. Eine reiche Folge von Lieder* und Gedichtvorträgen, in denen auch die ernste Note nicht fehlte, von kleinen Scherzspielen und die Inszenierung eines Schwankes durch BdM. und HF. brachte einige Stunden seelischer Befreiung für die evakuierten Gäste und fröhliche Auf ­ heiterung für die Kasseler und Möllricher Kinder, besonders als der Knecht Ruprecht selber mit seinem großen Gabensack erschien. Und am Weihnachtsvorabend schloß sich an die eigent ­ liche Kriegsweihnachtsfeier die Aufführung des gedankentiefen Märchenspiels von der Frau Holle, wieder mit nachfolgender Kaffeetafel wie am Ruprechtstnge im schön geschmückten Saale in ein ausgleichendes Beisammensein unserer neuen Dorf ­ gemeinschaft. Auch eine kleine Ueberraschung gab es, rechte Be ­ friedigung auslösend, als die Frauenschaftsleiterin, Frau R ö v e i; jeder umquartierten Familie, ihrer Kopfzahl entsprechend, ein Weihnachtspaket (allerlei Gemüse. Eingemachtes. Aepfel und ein Stückchen Speck) überreichen ließ. Am 30. Januar feierten ivir die Wiederkehr des Tages der Machtübernahme, gedachten des Marsches durch das Branden ­ burger Tor und erneuerten in der Führerehrung das Gelöbnis unverbrüchlicher Treue. Tags darauf lud dann die Frauenschaft die hier weilenden Urlauber pnd die Kasseler Frauen noch zu einer abendlichen Kaffeetafel, zu der, wie jedesmal geschehen, die Möllricher Frauen den Kuchen wieder freigebig mitbrachten. Oberfeldwebel Ohr« b a ch (Kassel) mußte fesselnde Schilderungen von Land und Leuten Sardiniens und Unteritaliens zu geben. Auch dieser Albend fand seinen Ausklang in tief empfundenem Gedenken an unseren Führer und unsere kämpfenden Fronten: denn Fhr, liebe Kameraden, Euer Bild, Euer Leben, Euer Ringen steht ja bei allen Feiern, bei jedem Beisammensein im Mittelpunkt aller Gedanken und allen Gedankenaustausches. Als Urlauber weilten hier in den beiden letzten Monaten: Herm. Dung, Simshäuser, Gcrh. Müller, Foh. Riemenschneider Karl Gumbel, Georg Wicke, Herm. Hucke, Hch. Dung, Fritz Schäfer, Karl Clobes, Krämer, Kuhnert, Aug. Jäger, Helm. Sämmler, Wilh. Brück, Will). Wenderoth, Hch. Bairilscher Sachse. Wilh. Saul. Ad. Fiedler. Geboren wurde Adam Krause ein Sohn: es starben Kath. Elisabeth Lötzerich und Maria Elisabeth Wenderoth. Auf dem Felde der Ehre fiel der Feldw. Wilh. B ö d e. Wir neigen uns in Ehrfurcht vor dem Schmerz der Frau. ' Die Heimat grüßt Euch herzlich, liebe Kameraden. Heil Hitler! Euer Konr. Weidemann. Ortsgruppe lisrle Liebe Kameraden! Nun liegen die Festtage, Weihnachten und Neujahr, hin ­ ter uns. Die Tage werden wieder länger und der Frühling rückt immer näher heran. Bis jetzt hat uns der Winter noch kei ­ nen Kummer bereitet und wir wollen hoffen, daß er nicht mehr so streng wird. Alle abkömmlichen Männer müssen jetzt in den Wald zum Holzfällen, damit, wenn die Feldarbeit losgeht, alle landwirtschaftlichen Kräfte wieder in der Landwirtschaft eingesetzt werden können. Der Obergefr. Heinrich Wollenhaupt, welcher sich an der Ostfront ein Leiden zugezogen hatte, ist in einem Heimatlazarett gestorben und wurde am II. Januar mit militärischen Ehren beigesetzt. Gestorben ist Schreinermeister Konrad Brandau, Christ. Hoppe (6 Monate alt) und Heinrich Erbeck. Fn letzter Zeit waren in Urlaub: Obergefr. Willi Lohr, Ober ­ gefr. Karl Emde, Obergefr. Karl Heimel, Obergefr. Foh. Kilian, Soldat Wilh. Kilian, Obergefr. Phil. Keim, Gefr. Heinrich Schmidt, Uffz. Georg Lengemann, Obergefr. Heinr. Wiederhold, Gefr. Georg Brandau, Gefr. Ernst Momberg, Uffz. Ernst Momberg, Soldat Ludwig Momberg, Obergefr. Karl Otto, Obergefr. Adam Botte, Obergefr. Helmut Dilcher, Soldat Willi Hain. Am 1. Januar feierten wir in der Familie ein kleines Fest. Meine Schwiegereltern hatten goldene Hochzeit. Liebe Kameraden! Wir werden demnächst mit dem Bau eines Behelfsheims beginnen, welches gemeinsam errichtet werden soll. Ihr seht, daß die Heimatfront ihren Mann auch steht, wo es gilt. Darum vorwärts, am Ende liegt der Sieg! Heil Hitler! Sämmler Alle Kraft jetzt für den Endsieg*!