347 Ortsgruppe Hilgershausen Liebe Kameraden. Durch ein Versehen ist der Bericht von unserer Ortsfrauew ichaftsleiterin, Frl. Biel, wie auch mein Beitrag für die Weih ­ nachtsnummer der Frontzeitung nicht aufgenommen morden. Ich habe es sehr bedauert, daß zum Weihnachtsfest und zum Jah ­ reswechsel unsere beiden Berichte und unsere herzlichsten Wünsche für eine weitere glückliche Zukunft Euch deshalb nicht erreichten. Trotzdem seid versichert, daß wir gerade zur Fahreswende beson ­ ders oft mit unserem Sinnen und Denken da draußen bei Euch waren und unsere herzlichsten Wünsche Euch galten. Bei vielen von Euch ist es schon der 5. Kriegswinter, der feine besonders harten Ansprüche an Euch stellt. Und dennoch schauen wir zuversichtlich in die Zukunft. Denn gerade das letzte Zahr mit seinen gesteigerten Anforderungen hat das ganze deutsche Volk zu einer Bereitschaft geführt, die in ihrem Glauben unbe ­ irrbar und in ihrem Wollen unüberwindlich ist. Uns erreichten die schmerzlichen Nachrichten vom Heldentode des Gren. Otto Ackermann, Ostheim, und des Stabsgefr. Heinrich H e l l m i g, hier. Wir gedenken ihrer in Ehrfurcht und Dankbarkeit. Ortsgruppenleiter Pg. Katzung schrieb mir aus dem Osten. Er läßt alle Kameraden herzlich grüßen und wünscht alles Gute. Allen Kameraden, die uns durch Karten und Briefe an die Ortsgruppe erfreut haben, fei herzlich gedankt.. Und nun. liebe Kameraden, wünscht Euch die Heimat alles Gute und grüßt Euch herzlich. Heil Hitler! H. Muth. Zelle Beuern. Beuern, im Dezember 1943 (verspätet eingetroffen). Liebe Kameraden aus Beuern! Zum fünften Male find in diesem Fahr unsere Weihnachts- grüße zu Euch hinaus an die Fronten gegangen, gleich wo Fhr seid, im hohen Norden, Osten, Süden oder Westen. Unsere Hesr- zen waren bei Euch und Fhr werdet Euch in diesen Tagen nicht einsam gefühlt haben, denn in . Gedanken waren wir innerlich verbunden durch die Freude, daß Fhr noch lebt. Aber wir vergessen auch nicht die, die ihr Leben für uns und Deutsch!--, lands Größe geopfert haben. Und so wünschen wir Euch ein glückliches, neues Fahr, möge uns 1944 den Sieg bringen und Euch allen eine gesunde Heimkehr. Ein Sommer harter Arbeit liegt hinter uns, das schöne Wetter hat uns eine gute Ernte gebracht, unser Fleiß ist be ­ lohnt ivorden und nun kommen die stillen Wiattermonake. Wir können mal an uns selbst denken und etwas ausruhen und neue Kräfte sammeln. Unser kleines Beuern steht noch, äußerlich sieht es noch so aus wie Fhr es verlassen habt, aber sonst gibt es viel Leben. Nach dem letzten Fliegerangrifs aus Kassel sind viele arme Menschen zu uns gekommen, die all ihr Hab und Gut verloren haben. Wir wollen ihnen helfen, eine neue Heimat bei uns zu finden. Unseren Frontkämpfern gehts noch allen gut, im Sommer kamen die drei Brüder Freuden ­ stein unverhofft hier an und konnten ihren Urlaub zusammen verleben. Hans Krug liegt in einem Lazarett. Heinrich Wenderoth ist zum ersten Mal in Urlaub, er ist gern und mit ganzem Herzen Soldat. Auch Hauptmann Biel hat Urlaub. Georg Wenderoth ist seit einiger Zeit auch Soldat. Henner Biel ist seit dem 1. Nov. bei der Ich habe Euch nun einen kleinen Ueberblick von unserem Leben in der Heimat gegeben, ich möchte Euch nur noch ver ­ sichern, daß wir sehr stolz auf Euch sind und so von Herzen dankbar, daß Fhr durch Euren tapferen Einsatz den Feind außer Deutschlands Grenzen haltet, die Heimat glaubt an Euch und wir stehen zu Euch und so wird uns der unerschütterliche Glaube an Deutschlands Größe den Sieg bringen. Luise Biel, Ortssrauenschaftsleiterin. Ortsgruppe Deute Liebe Kameraden! Die Heimat grüßt und berichtet Euch wiederum durch den Heimatbrief „Unser ist der Sieg" und wünscht Euch fernerhin von Herzen alles Gute. Aus zahlreichen Briefen und Ge ­ sprächen mit Kameraden, die im Urlaub weilten, habe ich fest ­ gestellt, daß die Zusendung von „Unser ist der Sieg" stets von Euch allen mit großer Freude begrüßt wird, und wenn der Heimatbrief einmal wegen Aenderung Eurer Anschrift nicht eintrifft, Ihr dann darüber ein wenig verärgert seid. Ich möchte Euch nun bitten, stets die am Schluß jedes Heimatbriefes! eingerahmten Worte „Soldaten, gebt Eure neuen Anschriften an" zu beachten und sofort die neue Feldpostnummer der Kreis ­ leitung Melsungen mitzuteilen. Eibe am Sundhof bei Beuern Für die Deuter einige Neuigkeiten: Fn Urlaub weilten: H. Berninger, H. Wunsch (der sich während seines Urlaubes verlobt hat), Heinr. Kümmel, H. Pilgram, Heinr. Hupfeld, Gottfried Ringlebe (Genesungsurlaub), Hans Hupfeld und H. Hesse. Schwerverwundet ist Gottfried Gerhold, dem wir alle recht baldige vollständige Heilung und Genesung wünschen. Herzliche Grüße und Heil Hitler! Euer H. S i n n i n g. Zelle Al t e n b r u n s l a r. Fhr lieben Altenbrunslarer Soldaten! Das Fulfest und die Fahreswende liegen hinter uns. Ein neues Kampfjahr hat von uns Besitz ergriffen und wir erfüllen mit heißem Herzen die uns gestellten Aufgaben. Fhr draußen an der Front unter den härtesten Bedingungen, wir in der Heimat an unseren Arbeitsplätzen, um Euch die Vorbedingungen zu Eurer steten Einsatzbereitschaft zu geben. Gemeinsam sind wir alle erfüllt von dem festen Glauben an unseren Sieg! Seit dem letzten Heimatgruß konnte ich vielen Urlaubern die Hand drücken und mit ihnen kurze Zwiesprache halten. Es weilten in der Heimat: Hch. Zilch, Herm. Eckhardt, Konrad Rohde, Hch. Ranft, Hch. Günther, Kurt Pfeiffer, Aug. Geiser, Walter Eckhardt» Karl Rohde, Ad. Eifert, Ad. Freudenstein (dessen Familie wieder hier wohnt), Walter Lengemann und Georg Benke (2. Kriegsjunge ist bei ihm angekommen). Des Urlaubs erfreuen sich jetzt noch: Konrad Dittmar, Willi Weigel, Willi Klobes, Hch. Freudenstein, Wilhelm Hesse und die Lw.-Oberhelferin Annchen Eifert. Georg Pfeiffer ist für seinen tapferen Einsatz mit dem EK. 1., Kurt Pfeiffer und Willi Klobes find mit dem EK. 2. Klasse ausgezeichnet worden. Euch allen das beste Soldatcnglück auch weiterhin mit herzlichem Heil Hitler! Euer H. Scherz. Zelle Neuenbrunslar. Fhr lieben Neuenbrunslarer an der Front! Sehnsüchtig richten sich oft Eure Blicke der lieben Heimat zu mit der Frage im Herzen: „Wie ist es wohl daheim?" Wir können Euch, Ihr Tapferen, nur antworten: „Wir sind wohlauf!" Gleiche Stimmen kommen aus der Heimat zu Euch, bangend und sorgend um Euer Ergehen. Hoffnungsfroh ver ­ lassen diese Zeilen ^unseren Ort. Der Winter hat es bis jetzt nicht ernst genommen mit seinem Grimm. Frost und Schnee fehlten zum Leidwesen unse ­ rer wintersporltbegeisterten Fügend, wir aber sind froh im Hinblick auf Euch draußen und unsere Brennstoffvorräte, daß die Witterung so milde ist. Gesundheitlich ist im allgemeinen nicht zu klagen.