31 Philipp: Mutter, merkst du etwas? Ja, ja! i (Philipp geht mit dm Burschen ab. Die Musik spielt wieder, alte Mädchen springen auf.) Alle: Wir wollen doch tanzen, auf, auf, in den Saal! (Die Mädchen gehen ab. Man hört Musik, Tanz, Gelächter.) (Martha und Line.) Live: Jugend will froh sein, geht nur hin, es ist ja nur einmal Kirmes im Jahr. Martha: Guten Abend, Line, Ihr sitzt ja so allein? Line: Der Philipp trinkt den Burschen zu. Der Friedrich gibt ein Füßchen. Martha: Der hat gut tun. Der soll froh sein, daß er den Drahtbesen los ist, der kann zwei Füßchen auflegen. Line: Und ihr, wann seid ihr gekommen? Martha: Gestern abend, Line. Line: Auf wie lange? Martha (bedrückt): Auf wie lange? Auf immer. Line: Mädchen, red' nicht so dumm daher. Martha: Ich red' nicht dumm. Line: Was heißt das? Martha: Das heißt, daß wir's dick sind, das Stadtleben. Line: Auf einmal, auf einmal, wie kommt das nur so auf einmal? Martha: Ich kann's Euch hier gar nicht so sagen, Line, später mal. Line: Mädchen, Mädchen, da läuft sie weg. Ich muß mir doch mal die Liesbeth aufgabeln, da steckt was dahinter, die Martha ist ja ganz verändert. Wo ist das Mund ­ werk geblieben, wo ist die Keckheit? Scheinbar hat sie das alles in der Stadt gelassen. Ja, ja, es legt sich allps. Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel. Bursche (von draußen): Achtung, Achtung, Kaffeepause, halbe Stunde.