106 Wilhelm und Jacob Grimm. Berlin 1843. Radierung von Ludwig Emil Grimm riograph schwedischer Fürstlichkeiten, Johann Heinrich Christian Schubart ein ganz ausgekochter Altphilologe, Ernst Cuhn übersetzt und bearbeitet Beschrei ­ bungen von Reisen ins Innere von Afrika, Nerciat ist vielgelesener Autor galanter Romane, Bernhard! engagierter 48er, Lange gräbt prähistorische Ringwallanla ­ gen, Duncker römische Kastelle aus, und von den Brüdern Grimm wollen wir gar nicht erst reden. Auf ihre Arbeiten kann hier nur beiläufig eingegangen werden, sie erfahren andernorts die gebührende Würdigung. Mit diesen Themen etwa ist auch der Rahmen der Ausstellung abgesteckt. Schwerpunktartig sollen einige Bibliothekare herausgegriffen werden, deren wissenschaftliche Leistung bedeutend, bleibend und initiativ ist und deren Werke zusammengenommen - überraschend genug - nahezu das ganze Spektrum der früher dominanten Wissensgebiete abdecken. Dabei sei verziehen, daß Naturwis ­ senschaften und verwandte Gebiete vernachlässigt wurden. Es blieb auch so genug. Produktion aus der Rezeption - selbstverständlich für alle Wissenschaft, selbstverständlich, wie man sieht, für Bibliothekare vergangener Tage und trotz gewandelter Aufgaben auch in modernen Gebrauchsbibliotheken erstrebenswert. Aus Archiven und Bibliotheken, aus öffentlichen und privaten Sammlun ­ gen wurden Objekte ausgewählt und zusammengetragen. Unser Dank gilt allen Leihgebern für Rat und Tat. Hartmut Broszinski