6 — mit bittern willen und mit diner erbermede, da; dich er ­ barmen so! sin iamer und sin kümer, alse ob ez dir sel- , der anlege. Soltes dir anliegen, als ez manige lüte ver- stent, so mohte nieman behalten werden. So wer' her david verlorn worden; er gunde im selbe dez künigriches baz danne Hern faule; er hat im aber vil wol günnet, daz er mit got und rchte ein semeliches hete gehabet, und daz er ein semeliches hertze gern got hete gehabt an der ribtekeit. Ez mohte auch keiser Heinrich 8) nit hei ­ lig sin worden; der mohte darumb nit alle kristenlüte zu keisern Han gemght. Daz selbe spreche ich auch zu dem guten sant oswalde und zu allen den, die mit grozer rich- eit zu himelrich sint komen; die mohten übel 8) alle die zu künigen Han gemachet und zu Herren, die dezmals lebten. Got der meint ez also nit; er meint, daz du den armen durch sin armut nit solt versmahen, und im halt sin armut büßest, sivo du mäht, und so du aller meiste mäht, daz er bi dir iht verderbe. Und niaht du im mit andern fachen nit gehelfen, so soltu in trösten und grüßen, und sol dir leit sin, waz im wirret, und svlt dich über in erbarmen an übe und güte, oder an frun- den, oder an crn. Darumb soltu im nit haz noch nit tragen. Und sivaz dir liep si, daz man dir du, daz soltu —X- 8) Heinrich ^ Sinn: wäre es .so gememt mit der Liebe, so hätte K. Heinrich nicht heilig werden können, da er ja nicht alle Christen hätte zu Kaisern machen können, darum daß er heilig würde. g) Verneinung mit einer feinen Nebenbeziehuug, analog „käme."