- 23 - lebnis galt für Dorothea Pierson der Besuch des dortigen Gotteshauses. Schon der Eintritt mit den Kolonisten in das kleine ehrwürdige Kirchlein von Schöneberg war für ihre Seele ein überwältigendes Ereignis; dazu kam die Predigt, die damals noch in der Sprache ihrer glaiibensfrarken, fran ­ zösischen Vorfahren gehalten wurde. All diese Erlebnisse und Geschichten entwickelten sich bei ihr im Laufe der Jahre so lebhaft, daß sie auch anderen diese märchenhaften Begebenheiten wiedergeben konnte. Eine frohe Jugendzeit, reich an Abwechslung, war der Dorothea Pierson beschieden. Sie verheiratete sich - 22 Jahre alt - mit einem Ein ­ wohner aus Hiederzwehren bei Kassel, namens Viehmann. Es sei vermerkt, daß eine Lebensbeschreibung der Dorothea Pierson - ausführlich erweitert -, hier besonders beigefügt ist und somit der allgemeinen Öffentlichkeit, besonders aber der "Deutschen Jugend" übergeben wird. Wie bereits schon angeführt, vollendete Johann Fried ­ rich Pierson am 20.10.1777 =79 Jahre alt sein arbeits ­ reiches Dasein in Kassel, im neuerbauten franz. Hospital in der Fünffensterstraße. Joh.Friedr.Isaak Pierson, der Vater unserer geschil- ­ derten Dorothea Pierson und Sohn von Johann Friedrich Pier- ­ son, starb, 64 Jahre alt, am 14.3.1798 zu Rengershausen/ Knallhütte. Hach der Verheiratung ," Kath.Dorotheas " und ihrem Umzug nach "Hiederzwehren" verblieb deren jüngere Schwester "Anna Sabine Pierson" in der Knallhütte. Diese heiratete einen "Otto Keim", geboren am 26.3. 1760 zu Altenburg bei Felsberg - Gensungen. Die Trauung fand am 24.11.1786 in Rengershausen/Knallhütte statt. Das