6 öffentlichen Anwendung« Der Hugenotte beginnt daher seine Geschichte mit dem "Französischen Glaubensbekenntnis von 1559"• Von da an geht seine beschichte weiter bis zur Zeit der Auswanderung als Refugies aus Frankreich. Als solcher ist der Hugenotte stets als Mitglied einer Weltkirche anzusehen« - Refugies - ===================== Und nun soll niedergeschrieben sein, daß schon im Jahre 1672 die ersten französjachen Flüchtlinge nach Berlin kamen, und diese am 10. Juni desselben Jahres schon einen französischen Gottesdienst durch David Formerod daselbst abhieiten. Eine spezielle Einladung aber zur Ansiedlung in Bran ­ denburg/Berlin hatte der "Große Kurfürst" erst 7 läge nach de| bereits vorher angeführten Aufhebung des Ediktes von Dantes (22.10.1685) durch das von ihm am 29*10.1685 geschaffene Edikt von Potsdam erlassen« Es ist aber für uns Hessen von besonderer ‘Wichtigkeit zu wissen, daß gerade der damalige Hessenfürsb , Landgraf Karl, bereits rund ein halbes Jahr vor der Aufhebung des bereits mehrfach erwähnten Edikts von Nantes, s-chon am 18. April 1685 seine Freiheitskonzession und Begnadigung erließ für fremde Manufakturisten, für diejenigen,w eiche sich in dem zum Fürstentum gehörenden Graf= und Herrschaften niederlassen wollten. Wie vollzog sich nun die Einwanderung in die neue Heimat? . * Die weitaus meisten Refugies Nordfrankreichs flohen nach den germanischen Ländern England und Holland. Die nach England Geflüchteten zogen später größtenteils nach Nordamerika. Verhältnismäßig gering war die Einwanderung nach Schwe ­ den