- 14 - Jugend, das bevorzugte Amt eines "Kirchenältesten" inner- halb der franz. Kolonie Hofgeismar., die Führung der Kirchen ­ bücher, sowie die sonstigen Niederschriften der mit dem Kir- chenbuchamt verbundenen Ein- und Ausgaben übertragen wurden. Isaak Pierson heiratete 1686 in Hofgeismar die Anna Kath. Elberfeld aus Göttingen; sie starb 25 Jahre alt, am 29. 1. 1690. Die II. Ehe wurde am 1. 12. 1692 mit Amalie Charlotte Runge in Alt-Hofgeismar geschlossen. Diese Ehefrau starb am 8. 5. 1713. Der damalige Landgraf von Hessen vergab an die Kolo= nisten Baumaterial für Baracken und Häuser zur Errichtung und Gründung neuer Kolonien; es wurde auch Brot, Saatgetreide, ja sogar Sakz ausgegeben. Es entstanden Kolonien der Hugenotten, z.B. Kelze bei Hofgeismar und Sieburg, das spätere Karlshafen. Gleichzeitig mit Kelze wurde nicht weit von Hofgeis- ­ mar, am Fusse des früher mit einer Burg gekrönten "Schönen Berges", die Kolonie "Schöneberg" in Angriff genommen. Bei dem Stammvater Isaak Pierson reifte das Vorhaben, die eng - zusammengebauten Wohnviertel von Hofgeismar zu ver- ­ lassen und sich womöglich in Schöneberg anzusiedeln. Schöneberg v/urde auf dem ehemals herrschaftlichen Hof Schöne- ­ berg, teilweise auch auf der städtischen Gemarkung von Hof- ­ geismar erbaut. Die fertige Kolonie sollte anfangs zu Ehren des Erbprinzen Friedrich, des späteren Königs von Schweden, "Fried- ­ richsdorf" genannt werden, doch hat sich die Ortsbezeichnung "Schöneberg" erhalten. Als ältestes Schriftstück befindet sich im Gerneinde- archiv zu Schöneberg ein Protokoll vom 27. Juli 1699. Es berichtet über die Festsetzung der Ländereien, Häuserbau, Bestreitung der Kosten u.a. Die Auswahl der geeigneten Ansiedler überliess man dem Pfarrer. Die Verteilung erfolgte durch das Los. Die Lose