ERSTES BUCH DAS FEUER ODER DAS EWIGE LEBEN G EPRIESEN sei, der ewiges Leben gepflanzt hat mitten unter uns. Inmitten des Sterns brennt das Feuer. Erst aus dem Feuer des Kerns brechen die Strahlen her ­ vor und fließen unwiderstehlich ins Außen. Das Kernfeuer muß brennen ohne Unterlaß. Seine Flamme muß sich ewig aus sich selber nähren. Es begehrt keiner äußeren Nahrung. Die Zeit muß machtlos an ihm vorüberrollen. Es muß seine eigene Zeit erzeugen. Es muß sich selbst ewig fortzeugen. Es muß sein Lejpen verewigen in der Folge der Geschlechter, deren jedes das nachkommende erzeugt, wie es selber hinwiederum von den Vorfahren zeugt. Das Bezeugen geschieht im Erzeugen. In diesem doppelsinnigen, tateinigen Zusammenhang des Zeu- gens verwirklicht sich ewiges Leben. Vergangenheit und Zu ­ kunft, sonst einander fremd, jene zurücksinkend, wenn diese herankommt, — hier wachsen sie in eins: das Erzeugen der Zukunft ist unmittelbar Bezeugen der Vergangenheit? Der Sohn wird gezeugt, damit er vom hingegangenen Vater seines Erzeugers zeuge. Der Enkel erneuert den Namen des Ahns. Die Erzväter rufen den spätesten Sproß bei seinem Namen, der der ihre ist. Über dem Dunkel der Zukunft brennt der Sternen ­ himmel der Verheißung: so wird dein Same sein. E s gibt nur eine Gemeinschaft, in der ein solcher Zusammen ­ hang ewigen Lebens vom Großvater zum Enkel geht, nur eine, die das »Wir« ihrer Einheit nicht aussprechen kann, ohne dabei in ihrem Innern das ergänzende »sind ewig« mitzuver ­ nehmen. Eine Gemeinschaft des Bluts muß es sein, denn nur das Blut gibt der Hoffnung auf die Zukunft eine Gewähr in der