SCHWELLE 325 Das so entstehende sternförmige Gebilde bildet nun rück ­ wärts auch die geometrischen Elemente, aus denen es zu ­ sammengesetzt ist, zu Gestalten um. Einfache geometrische Gebilde aber, wie Punkte und Linien, können Gestalt nur da ­ durch gewinnen, daß sie aus dem Lebenselement der Mathe ­ matik herausgehoben werden; dies Lebenselement ist die all ­ gemeine Relativität. Die Mathematik kennt außer ihren Grenzbegriffen keine absoluten Größen; auf waslür eine Wirk ­ lichkeit etwa eine bestimmte Zahl anwendbar sei, das hängt ganz davon ab, wie groß man die Einheit setzt, auf die man die Zahl bezieht; was für eine Richtung eine Linie, was für eine Lage ein Punkt habe, das hängt ab von der Richtung einer ursprünglich willkürlich angenommenen Beziehungs ­ linie, eines ursprünglich willkürlich festgelegten Koordinaten ­ ausgangspunktes. Sollen die Punkte und Linien der beiden Dreiecke, mit denen wir es hier zu tun haben, zu entmathe-, matisierten Gestalten werden, so müssen sie absolute Lage, absolute Richtung bekommen. Grade das war es, was wir ihnen am Übergang vom ersten zum zweiten Teil nicht hatten geben können. Grade das können wir ihnen nun geben, ja haben wir ihnen eigentlich jetzt schon gegeben. Denn indem wir Gott als den Schöpfer und Offenbarer, die Welt zuerst als Geschöpf, den Menschen zuerst als geliebte Seele erkannten, steht es nun über alles Vielleicht hinaus fest, daß Gott oben steht; und da ferner Gott beides, Schöpfer und Offenbarer, gleich ursprüng ­ lich ist, so steht es auch fest, daß die beiden Punkte, welche Welt und Mensch bezeichnen, von dem Punkt, der für Gott steht, in der gleichen Weise, nur in verschiedener Richtung erreichbar sein müssen. Und da weiter Mensch und Welt untereinander sich nicht ferner stehen als jedes für sich zu Gott, im Gegenteil die Welttat des Menschen seinem Offen ­ barungsempfangen gegenüber nur die andere Seite seines Aussichheraustretens ist und das Wachstum des Lebens der Welt ihrem Kreatursein gegenüber genau so, so bleibt für die drei Punkte nur die eine Dreiecksform: die gleichseitige.