ZWEITER TEIL: ERSTES BUCH 182 oberste Allgemeinheit des Gesetzes, diese letzte Form, ist das, wo schließlich der Weg aufwärts mündet. Die Hingabe, die immer wieder nur geschieht, um am Ziel der Hingabe jedes ­ mal das in der Hingabe »Hingegebene« wiederzufinden — denn es soll »Gewinn« sein, sich aufzugeben —, diese Hingabe ent ­ deckt also in jedem Allgemeinen immer wieder die Persönlich ­ keit, entdeckt immer wieder, daß das A, dem sie sich hingab, selber wieder nur die Aussage über ein B ist und also selber wieder.sich einem höheren A aufzugeben für Gewinn erachten ;nuß. Auch die Emanationslehre kannte ja dieses Aufgehen der Persönlichkeit im mystischen Genuß der Vergottung. Aber erst der Idealismus bildet es durch die Zwischenschaltung der ganzen Welt zu einem wahrhaften Gegenstück des welt ­ erzeugenden Niedersteigens des erkennenden Subjekts aus; erst hier gebiert das Aufsteigen des wollenden Subjekts aus immer neuen Hingaben einen Aufbau der Welt als eines Stufen ­ reichs der Persönlichkeit; jede einzelne Stufe bedeutet für den, der sich hingibt, Gleichnis und vollwertige Vertretung der höchsten, wie jede einzelne Stufe des Niedersteigens zum reinen Gegenstand im Augenblick des Erzeugens für das Sub ­ jekt den vollgültigen Wert der Gegenständlichkeit besitzt. Der seligen Höhe der im Worte »Frommsein« gemeinten frei ­ willigen Hingabe an das Höh’re, Rein’re, Unbekannte fühlt sich der Mensch schon bei jedem früheren Glied der Reihe teilhaft, nicht erst, wenn er vor Gott, nein auch schon, wenn er vor »ihr« steht; man beachte da auch das in den Steigerungsformen »Höh’re«, »Rein’re« aufdämmernde unbestimmt weite Fort ­ laufen der Reihe. Das Ziel der Reihe bleibt ein »Unbekanntes«, wie es das Ziel der niedersteigenden Reihe gleichfalls blieb. Ein Un ­ bekanntes, nämlich ein an jedem einzelnen Punkt der Reihe Unsichtbares, dessen Sichtbarkeit wegen der vollwertigen Vertretung, die jedes einzelne Glied an seiner Stelle leistet, auch gar nicht gefordert wird. Wie die einzelne Erkenntnis sich nicht um die tiefste Gegenständlichkeit zu sorgen braucht, sondern nur um die Gegenständlichkeit des Gegenstandes, der