SCHÖPFUNG *75 subjektiv ist und als solches reines Subjekt die Rolle des Ur ­ sprungs der Erkenntnis allem Objektiven gegenüber auf sich nehmen kann, das »Ich« des Idealismus. Das »Ich«, das »Subjekt«, die »transzendentale Apper ­ zeption«, der »Geist«, die »Idee« — alles dies sind Namen, die das Selbst, dies einzige außer Welt und Gott noch vorhandene Element, annimmt, nachdem es sich entschlossen hat, die Stelle des erzeugenden »A=A« zu übernehmen. Auch es kann seine Aufgabe nur lösen, wenn sich ihm die Welt in die Form der Vergleichbarkeit fügt, auch es also fordert von der Welt die Umkehrung aus EPA in A=B. Diese Welt kann es nun »erzeugen«. Es erzeugt sie aus sich selbst: die Welt ist seines gleichen, Subjekt wie es selbst — »A«; aber es erzeugt sie als NichPIch; die Subjektivität der Dinge erfüllt sich an der Be ­ sonderheit B zur Objektivität. Als Begriffe tragen die Dinge die Züge ihres Erzeugers, des Ich; aber als Dinge sind sie etwas für sich, aus dem erzeugenden Ich herausgetreten, — Dinge. Jedes Ding steht zu seinem Öegriff in dem gleichen Verhältnis wie die Dingwelt überhaupt zum »Ich«: er ist der Erzeuger seines Dings. Auch die Begriffe selbst sind, insofern sie noch »Inhalt« haben, selber wieder Dinge, und als solche haben sie wieder ihren Begriff und so immer fort. Ein ein ­ ziger Strom der Erzeugung geht also vom Ich durch die ganze Welt der Dinge; sie ordnen sich alle in eine Reihe, einen »Weg abwärts« vom reinen Ich bis zum reinen NichMch, vom Ich=an=sich zum Ding=an s sich. Denn dies ist die Folge der geschehenen Umkehrung der Welt auch im Idealismus, genau wie in der Emanationslehre; die Begrifflichkeit der Welt ist zwar ihr erstentstandenes allgemeines Dasein, aber dies all ­ gemeine Dasein erfüllt sich an dem Besonderen zur Dinghaf- tigkeit. Die Fülle des Besonderen ist ja wiederum das Un- erzeugte, der Schoß, in den das Dasein hineimgezeugt wird. Das Chaos ist auch für den Idealismus Voraussetzung der Erzeugung, wie denn die Voraussetzung eines sol ­ chen passiven »Gegebenen« hier, im Gegensatz zum »Her ­ vorströmen« der Emanationslehre, durch das Bild der »Erzeu ­