i6z ZWEITER TEIL: ERSTES BUCH Hund sowohl als Subjekt wie als Objekt, meinen kann. Wir suchen hier zunächst das Stammwort, das aus dem unhör ­ baren UrGa in die hörbare Wirklichkeit der Sprache hinüber ­ führt; aus dem UrGa zunächst, denn wir befinden uns hier im Bereiche der Schöpfung, die als eine Bewegung von Gott nach der Welt hin durch die Art der göttlichen Aktivität, nicht der weltlichen Passivität, gekennzeichnet ist, also durch das Ja. Die Bejahung stellt ein So frei ins Unendliche hin. Ein solches freies So wird nicht veranschaulicht durch ein Sub ­ stantiv, das selber ja erst der Bestimmung seines Wie bedarf und ohne diese gestaltloses »Ding an sich« ist. Das So meint die Beantwortung der Frage nach dem — Wie. Das Wie aber fragt nach einem Adjektiv und zwar nach einem Adjektiv in der grammatischen Form, wo es nur Adjektiv, nur Aussage und sonst nichts sein kann; das Wort »hohes« kann sowohl in der Verbindung »ein hohes Gebäude« wie »Hohes muß erniedert werden« stehen; »hoch« kann nur adjektivisch ge ­ braucht werden; das Prädikativum ist also die spezifische Gestalt des Adjektivs, und, wie wir schon im ersten Teil bei ­ läufig ausführten, die zum UrGa gehörige Wortform. Welches bestimmte Wort wird nun in dieser Form des prädikativischen Adjektivs die Lautbarmachung des Urworts als Stammwort übernehmen? Welches Wort bedeutet in dieser Form eine Bejahung schlechtweg? Von selber sind hier ausgeschlossen alle Worte, die auf anschauliche Eigenschaften gehen. Denn anschauliche Eigenschaften bejahen sich nur durch gleich ­ zeitige unendliche Verneinung, also im Und von So und Nicht- anders. Dies verhält sich anders bei den Eigenschaften, die eine Bewertung ausdrücken. Während, um gelb zu bejahen, nicht etwa bloß blau, sondern alle Farben des Regenbogens, die ganze reiche Mannigfaltigkeit der wahrgenommenen, die Unendlichkeit der jemals wahrnehmbaren Farben verneint werden müssen, müßte bei einer bewertenden Eigenschaft, etwa bei »schön«, höchstens der konträre Gegensatz verneint werden, der doch selber wieder nur durch Verneinung, näm ­ lich des Schönen, zu bestimmen wäre, — ein Kreislauf, den