( 171 ) Die Falle. X5« einem Dorf —. » Allein wo mag es liegen?— Das weis ich nicht. Auch ohne dieß schuft Euch mein Lied Ver ­ gnügen Und Unterricht. Da hatte Kunz den artigsten Gesellen Zu Bett und Tisch: Denn Sketchen konnte städtisch fein sich stellen; War ländlich frisch. Was hübsch ist, reizt nicht Einen nur, nein, viele! So gieng's auch hier. Vorzüglich Konrad aus der grossen Mühle Hielt viel von ihr. Wenn unser Paar sich helles Mondscheins freute, ' Gieng er vorbei); Und nahm dann Platz an Schwager Kun ­ zens Seite Sprach mancherley. Im Tanz möcht' er am liebsten Sketchen schwenken, Sie lacht' ihm hold. Auch wagt er oft sie heimlich zu beschenken Mit Band und Gold. Daun sagte sie zum Mann: die Mutter schickte Es ihr von Haus. Er freute sich darob; und Sketchen schmückt« Sich dreist heraus. Einst saß der'gute Kunz in froher Schenke Beym Nachbarsmann; Und fieng von Konrad freundlich beym Getränke Zu reden an: