A m sechSzchnten Geburtstage, Mitternachts. Äm Abende des Tages, der mir immer Gleich süß und heilig ist, Der mir das Leben gab, den meine Seele nimmer So lang sie denkt, vergißt; Stand ich und sah zu dem in hohe Ferne, Der mildrcich mich bewacht; Schwarz war der Horizont, nur hellten kleine Sterne Das Dunkel tiefer Nacht. Und als ich so, aus reines Herzens Fülle Ihm weihte Preis und Dank, Und meine Seele sich des schweren Kör» pers Hülle Und dieser Welt «ntschwang; ( lös ) Da trat ein Geist, in Lichtgewand gehüllet, Urplötzlich hin zu mir, Zween Becher in der Hand, bis oben an gefüllct , Und sprach, „Sieh, wähle hier. „ Wirst du den Kelch in meiner Rechten leeren, „ Co ist die Tugend dein: „So wirst du immer sie, durch fromme „Thaten, ehren „ Und durch sie glücklich seyn. „ Zwar wird er oft dir trüb und bitter dünken; Oft wirst du, wenn er schon „Halb ausgeleeret ist, dich weigern, mehr „zu trinken, „Doch herrlich ist sein Lohn. „Ist herrlicher, als ihn dies Leben schenken, Als ihn ein schwacher Mann, „Der diese Welt nur kennt, und sie nur „liebt, sich denken „Und je empfinden kann. „ Doch,