( r^i ) Weil noch scherzhaft Zephyr spielt Mit dem braunen Haare, Und Dir gern noch Küße stiehlt In dcm Len; der Jahre. Bald verblüht des Lenzes Zier, Täglich wirst du älter, Und dann, Mädchen, glaube mir, Wird dein Busen kalter; Deiner Wangen Rosenrokh Ach! verbleicht behende; Kalt und mager, wie der Tod, Starren Deine Hände; Bald umsteht eisgraues Haar Deiner Stirne Falten, Und Dein Mund, so schön er war, Wird zugleich veralten; Dein Gesang, voll Lieblichkeit, Wird dann nicht mehr rühren, Und dein Blick, voll Zärtlichkeit, Herzen nicht entführen; Wie die Blume welkst Du "bald, Mit der Flucht der Jahre, Ungeliebt wirst Du dann alt, Reifst, Volk Gram, zur Baare. Sich die Rose! Welkt sie nicht Lstber auf der Locke, Wenn man sie in Kränze flicht, Als am öden Stock- ? Ahm' ihr nach und säume nicht, Mir dein Herz zu geben, Eh' der Senscmann noch spricht: Opfte mir Dein Leben! L G.B.Peschek. Der erste May. Mit silbernem Schlag Hat heute den Tag Die Nachtigall schmeichelnd verkündet; Die fühlende Brust Der Schöpfer zur Lust Des Frühlings voll Anmuth entzündet.