C 28 ) ( 29 ) Der Hundsfott will so »»gescheut Mit seinen Liebeshändeln Bey einem Weib die edle Zeit Zum Tag hinein vertändeln? Fort ans Karthago! sagt's ihm nur, Sonst soll er f- gut! Herr, sprach Merkur, Und sattelt ferne Mähre. Bald kam er in Karthago an, Und ließ sich bey dem Helden, Der sich so eben angethan, Durch einen Pagen melden. Man ließ ihn ein. Bons Dies, sprach er, Durch mich sagt Ihm Herr Jupiter Sich aus der Stadt zu packen. Hier seh' Er den Befehl. Ade! Merkur geht ab. Verloren Bin ich! ruft unser Held, o weh! Wie bin ich doch geschoren! Ich armer Korydon muß fort! Verlaßen ach! den lieben Ort! Dem Himmel sey's geklaget! Was war zu thun? Der Königinn Gleich den Befehl zu sagen? Kannt' er nicht den verliebten Sinn, Und durft er's drum wohl wagen? Nachdem er lang herum gedacht, Ward von ihm auf's Tapet gebracht, Ganz still sich fortzumachen. Doch ehr's Aeneas sich versah, Kam's zu der Dido Ohren, Und, wie's zu gehn pflegt, wurde da Manch süßes Wort verlohren. Bleib doch, mein liebes Schäzchen, hier, Sprach Dido, hast's ja gut bey mir, Ich hab ja noch nichts Kleines. Madam, versetzt' er, das ist gut, Doch muß und soll ich reisen, Ob mir es gleich sehr wehe thut, Herr Zeus hat michs geheißen. Des Nachts sogar steht mein Papa Anchises ganz leibhaftig da, Und zupft mich bey den Ohren.