62 „Kehre, Geliebte, Du heim; daheim wirst Du glücklich noch werden, „Glücklich noch werden vielleicht in den Armen der won ­ nigen Heimath; „Jung bist Du noch, und so schön, noch findest Du Trost und Vergessen; „Mancher der Fürsten hat einst um Deine Hand sich be ­ worben : „Jetzo bist wieder Du frei, bist die Wittwe des Mannes, des großen, „Der da entsagte selbst — Dir, zu des Vaterlandes Ge ­ deihen ! „Lebe Du wohl, und vergiß; nur manchmal Du mögest beweinen „Walter, der Alles verlor, der allein und verwaist ist ge ­ blieben ; „Wie in der Wüste der Wind, unstät durch die Welt muß er irren, „Morden und sterben zuletzt den schimpflichen Tod des Verräthers! „Aber nach Jahren vernimmst Alf's Namen Du wieder in Litthau'n: „Wenn aus dem Munde Du wirst des Wajdeloten ihn hören, „Liebchen, und was er gethan, dann magst Du mit Stolz Dich erinnern, „Daß jener Ritter, so grimm, der gehüllt war in neblig Geheimniß,