754 III. frage. wefen der frage, fondern mutt aus der natur der parti- kel ga erklärt werden. Vielleicht hätte in den ange ­ führten Hellen auch galäubjatsw, galäubeizw, fehvjw itattfinden können. In keinem der übrigen dialecte er- fcheint eine fpur diel’es goth. fuffixes. 3. Einigemal, und zwar nach partikeln, findet lieh fragendes -uh fiatt -u: däupeins Johannis uzuh himina Tas, fäu_ uzuh inannam? (td ßanTio/ua *Itoavvov ll ovQavov rjv, 7} ££ iir&Qomwv;) Marc. 11,30. Luc. 20,4; framuh gufa fijai? (uozsqov £x rov deov eotiv;) Job. 7,17. Ich möchte hier uzu und frarnu für organifchec halten, weil das viel häufigere fufllx -uh (f. 25) die bedeulung der Wörter fall gar nicht verändert, gefchweige in eine fragende umwandelt, man vgl. z. b. Januli (f. 166), Ja ruh (f. 171), f>aduh (f. 172); in livanuli (f. 181) wird die frage durch das HV begründet» 4. Die goth. fragpartikel niu überfetzt das gr. ov, ovx, ovyl in fragenden falzen und ift aus Verbindung der einfachen negation ni mit dem fragenden fuffix -u, wie das lat. norme, dem Ile völlig entipricht, aus non und dem fragenden ne, entfprungen. Matth. 5,46« 47. 6, 25. 10, 29- Marc. 4, 38. 6, 3. 12, 24. 14, 60. 15, 4. Luc. 2,49- 9, 55. 14,31. Joh. 6,42. 70. 9,8. 18, 11. 25. II. Cor. 12, 18. Hier wird überall, gleich dein lat. nonne, das goth. niu vornen in den eingang des fragen ­ den fatzes gefiellt. Es kann ihn aber auch fchließen und dann das lat. ne ausdrücken: f>äu niu? (nec ne? zr nhd. oder nicht? ~ 7) 01/;) Marc. 12, 14. Luc. 20,22. Das II. Cor. 13,5 vornen Hebende Jäuh niu (jj ovu) fcheint fchleclite fchreibung für f>au niu. Luc. 3, 15 überfetzt niu aüftö das indirect fragende (tiTjnoTe, wel ­ ches fonH, wenn es gar nichts fragendes an lieh hat, durch i'bäi auftö gegeben wird. Den übrigen mundarten gebricht, wie das fuffix -u überhaupt, auch feine Verbindung mit der negation, und he müßen das goth. niu? lat. nonne? gewöhnlich durch die bloße fragende betonung der negation ausdrü ­ cken. Doch Heht, wie wir fogleich fehen werden, der ahd. fprache noch ein anderes fragwort zu gebot. 5. N., aber unter allen bisjetzt bekannten ahd. fchrift- ftellern allein er, gebraucht eine fragpartikel na, die offenbar mit der einfachen negation ni, bei N. ne (fanfkr. na) und dem lat. fragendem ne genau verwandt