© Hessisches Staatsarchiv III. negation. Verstärkungen. 735 trennt fein können. Beifpiele: ni vaihts i'ft (ovöiv Igvi) Marc. 7, 15; falei ni vaiht gavamm (oti ovöev %oivdv) Rom. 14, 14; io häuheins ineina ni vaihts i‘ft (jj öo£co fiov ovöiv iöTi) Joh. 8,54; vaiht ni *) nemum (ovölv ilaßo/nav) Luc. 5,5; ei vaiht ni nemeina JJva juyöiv tÜQrniv) Marc. 6,8; f>ata kuni iii vaihtdi hi mag us- gaggan (tovto to yivos iv ovöevc dvvaxcu i^eXS'eiv) Marc, 9,29; vaiht du iinma ni qvif>and {ovdlv avup Xeyovai) Joh. 7,26; jah mik ni fraihni|> vaiht dis (ovx ^TyoaTS ovöiv) Joh. 16,23; in inis ni bigitif> vaiht (iv i/iol ovx 6ysi ovöiv) Joh. 14, 30; ei manhun ni qvifäis vaiht (/uijöevl (Livjölv emijs) Marc. 1, 44; ni ainhun fannu in vaihtdi gibandans biftuggqvei ( t u?-öijuiav iv (irjöevl ötöovvss nooGYyOnrjv) II. Cor. 6,3; ei in vaihtdi ni gafleijqäindäu (ivcc iv [tirjösvl ty/uiojdijra II. Cor. 7, 9* ln dielen goth. Jtructionen kann man eigentlich nicht lagen, daß die negation ni durch vaiht verltärkt werde, fondern beide zufammen drücken den von non verfchied- nen begrif nihil, nulla res aus, wie denn wirklich vaihts fo viel als res bedeutet. Da wo bloßes ov im gr. lext lieht, wird man auch nur einfaches goth. ni antreffen. Ebenfo kommt das alid. allf. und agf. wiht, viht mit der negation verbunden vor, z. b. ni fand ih in in wiht guates (nihil boni in vobis inveni) 0. Y. 20,206; niß wilit in thanne mera (nihil magis curant) 0. Y. 19, 105; wiht /ziit iro redina (nulla eorum ratio habetur) 0. V. 20, 224; ni w r ellead thes forlatan wiht (nihil ejus prae- lermittere vultis) Ile1.40,22; ni mugun wiht athen- gean godes (nihil boni facere poffunt) Ilel. 53,20; is ni was farlebid wiht (ejus nihil reliquum factum eil) Hel. 61, 11; no ic viht fecgan Iryrde (nec ego quidquam audivi narrari) Beov. 46; vihte ne fceSede (nullo modo noceret) Beov. 115. Unterdeffen war es gebräuchlich geworden, dem wiht die partikel eo, io t agf. d vorauszufchicken, welches feiner bedeutung eine unbefdinmtere, mehr abftracte rieh- tung gab. Das ahd. niowiht, agf. näviht (oben f. 67. 68) drückten zwar obenhin noch den begrif nihil aus, eigentlich aber nihil unquain, und diefes fcheint die urfache, daß fie allinä'lich dem einfach negierenden falze als bloße verttärkung eingefchoben wurden. Schon bei 0. kommen davon beifpiele vor, und bei N. ilt die wie vorhin f. 730 drof ni y und f. 719 jah ni»