602 111. comparation. anomale. © Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 alle adv. aus adj. gezogen werden. Info fern gehört die darftellung der ab weich ungen des pof. adj. und adr. nicht in die coinparalionslehre; fie muß aber hier zur Überficht der Verwandlungen mit angeführt werden. Falt alle anomalen iteigerungen folgen der i, nicht der öform *); ihr aller iit ein unverwerfliches Zeugnis für das höhere aller jener. Darum mufte ihrer fchon bei abhandlung der comparation durch i erwähnt werden; gegenwarlig iit es auf ihre vollltändige zufaminenitellung und Vergleichung mit den politiven abgefehen. Die einzelnen Wörter find nun folgende: 4. (begrif gut). Den pofitiv drückt durch alle deut- Xcheu mundarlen aus: goth. g6ds, ahd. huot, mhd. guot % tilid. gut, altf. guod y agf. g6d p altn. gödr, mnl. goet, linl. goedy fchwed. dan. god. Der alteren fprache waren aber daneben noch andere adj. eigen und dadurch feinere unterfcheidungen möglich. CJJphilas pflegt mit g6d$ vaXog zu verdeutfchen Luc. 6, 43* Job. 10, 11. Matth. 7, lf), II. Cor. 8, 21, hingegen für äya&os zu ge ­ brauchen piupeigs Luc. 6» 45* 18, 18* Matth. 7, 18* Marc. 10, 17. Dieies ffiu^eigs iit aus dem einfachen lübft. piup (bojium, ayadov) Luc. 1,53* Rom. 14, 16 abgeleitet, ein adj. f>iuj>s gibt es nicht; fiufjan iil benedicere, feg- nen **). In den übrigen mundarten entfpricht nichts dein goth. I>iuf> und f>iuf>eig$. Zuweilen wird jedoch auch im goth. gods für ayaSog gebraucht: Matth. 7,17* Luc. 19, 17- II. Cor. 9,8; und Luc. 6,35 überletzt es yo^mog. Ein dritter feltnerer ausdruck iit das golh. Man kann etwa lagen, daß gdds mehr das abiiract gute, ichöne, jels und piupeigs mehr das concret gute, das taugliche, nützliche bedeuten. Dielen letzten finn ge ­ wahrt endlich noch ein viertes goth. wort, gatils (op- portunus) Marc. 6,21. Luc. 9, 62, mit dem iübll. til (opportunitas) Luc. 6, 7* ahd. zil nahverwandt; welchem gaiiJs das agf. adj. til (bonus, utilis, aplus) Beov. 95. Cädm. 36* 13* 37,7« 104,8 entfpricht, in der letzten *) ausgenommen, wenu gemination der fieigerung eintritt, iu dem unorgauifchen ahd. pe^eröro und liidröro. **) ob |>iuda (gens), delfen zweiter linguallaut ftets die media iit, folglich ahd. diota , diot (oben f. 472) lautet, dennoch ver ­ wandt fei, laße ich hier unemfchieden.