© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 59O ///. comparation. adverbiale. für vafriza, vafrfa? in jenem fall wäre die Wurzel vafrs, in die fein vafr? die zweite erklärung fcheint mir vorzüglicher, für fie ftreitet nicht allein der agf. comp. adj. vyrlä (pejor), welcher fonft alles compara- tionszeichens ermangelte , fondern auch die ahd. ge- mination ineriro (major). Ferner gehören hierher noch einige andere goth. coinparative , die oben f. 88* 89 fehlerhaft als genitivifche adv. aufgeführt worden find. Daß fei\>s (amplius) ein wie mäis und iriins gebildeter coinp. ift, lehrt klärlich der mit f>anamdis völlig iden- tifche ausdruck ^ariafei^s (f. 166) belege für f>ana- rnais Marc. 5, 35. 14, 63. 15, 5; für J>anafeif>s Marc. 9, 8. Luc. 15, 19* 21« Joh. 14, 19« 30. feifs (eigent ­ lich lardius, potierius) ift coinp. adv. von feifus (tar- dus, ferus) , im neutr. feifu (oben f. 67), der comp. adj. würde vermuthlich feifüza, lüperl. feifüfts *), der gen. pof. aber feifaus (wie von filus filaus) und nicht feifs lauten. Auch ein goth. halds (amplius) wäre nach dem ahd. halt zu erwarten, doch läßt lieh nicht ein ­ mal das adj. halds aufweifen, deifen nom. fg. inafc. pof. hier ganz mit dem comp. adv. zufammenfallen würde. Zweifelhafter könnte der coinp. bei den adv. jäindvair^s und andvair^is fein, zumal lie izel und anevavTi verdeutfehen, wiewohl diele begriffe leicht eine comparativWendung zulaßen und das adj. vairfs ohngefähr die bedeulung von halds (vergens) hat; für den gen. ftreiten die ahd. -wertes (f. 90). Sims (fta- tiin) mag den linn des lat. ocius erreichen, deifen po- liliv ox ebenfowenig und nur in der zufaimnenfetzung velox vorkommt **); ift aber funs kein gen., fo darf auch anaks (fubito) keiner fein, das jenem lat. ox noch buchftäblicher nah liegt. Aus der Verbin ­ dung jurisdiv und halis div (f. 218) geht wiederum größere wahrfcheinlichkeit für den comp., als für den gen. halis hervor ***). In halis hat lieh, wie in al ­ len folgenden, das i erhalten, diris (prius) ift augen- *) das u der ableitung fließt nie auf die comparativform ein, wie ich wohl früher wähnte, z. h. das goth. hardus com- pariert wahrfcheinlich hardiza, hardifts, nicht harduza, hardufts. Seine Wirkung hefchränkt (ich auf den pof. harduha (duriter). **) 'verwandt dem ox und velox liegt mox; ein mocius, mo- citer mangeln. ***) man vgl. die analoge bildung de3 gleichbedeutigen lat. vix,